Friesland - Aus Friesländer Sicht sind an diesem Wochenende zwei Tischtennis-Teams in ihren jeweiligen Ligen gefordert. Im Rahmen eines Koppelspieltages hat Oberligist MTV Jever die Chance, die Tabellenführung zu erklimmen; für Landesligist TuS Sande geht es um wichtige Punkte, um nicht weiter in den Tabellenkeller abzurutschen.
„Es steht uns wahrscheinlich das schwierigste Auswärts-Koppelwochenende der Oberliga-Saison bevor“, prophezeit Thorsten Hinrichs, Teammanager des MTV Jever. So gastiert der aktuelle Tabellenzweite (9:1 Punkte) an diesem Sonnabend um 18 Uhr beim MTV Hattorf, der vermeintlich stärksten Mannschaft der Liga. Bislang agierte der Regionalliga-Absteiger um den zweitligaerfahrenen Falko Turner jedoch hinter seinen Erwartungen. Ein Grund: die lange, aber nun beendete Verletzungspause der nominellen Nummer zwei, Nicolai Marek, der ebenso in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aktiv war.
Personell geschwächt musste der Oberliga-Vierte (6:4) bereits zwei Niederlagen einstecken. Die Hattorfer unterlagen am ersten Spieltag gegen den starken Aufsteiger TV Hude (5:9) und hatten ebenso bei Schwalbe Tündern (10:2), den aktuellen Tabellenführer, das Nachsehen (3:9). „Wir werden alles versuchen, an die zuletzt gezeigte Leistung gegen Lunestedt anzuknüpfen“, gibt Hinrichs die Marschroute vor.
Am Sonntag (14 Uhr) steht für die Jeveraner dann die zweite Auswärtsaufgabe des Wochenendes an – es wartet laut Hinrichs das „Urgestein“ der Oberliga, MTV Wolfenbüttel. Das Sextett aus dem gleichnamigen Landkreis bekleidet mit 5:5 Zählern Rang fünf und ist ausgeglichen besetzt. Besonders spektakulär mutet die Spielweise von Sven Arnhardt an, der als Abwehrspieler nahezu jeden hart platzierten Topspin seiner Gegner zurückbringt. Somit steht den Jeveranern Marco Tuve und Philipp Flörke eine besondere Geduldsprobe bevor. Im Falle eines zweifachen Punktedoppelpacks winkt dem MTV-Sextett der sichere Platz eins im Klassement.
Ein anderes Bild zeichnet unterdessen Landesligist TuS Sande. Im Heimspiel an diesem Sonnabend gegen den Osnabrücker SC (Berliner Halle, 16 Uhr) geht es für das Sextett um Kapitän Frank Black um wichtige Zähler, um nicht in die Abstiegszone abzurutschen. Als Tabellensiebter sind die Friesländer nur einen Platz vom Relegationsrang acht entfernt – zumindest ein Punktgewinn haben die Sander bitter nötig.
Die Vorzeichen stehen gut, zumal Wynand Olierook (Nummer fünf) wieder zur Verfügung steht. Für den für die gesamte Hinrunde verletzen Axel Schulz springt abermals Jörn Bruns (2. Herren, Bezirksliga) in die Bresche. „Das Spiel gegen Osnabrück ist völlig offen“, so Black, der am Sonntag zudem bei den Bezirksmeisterschaften der Senioren in Barßel antritt.
