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Eishockey-Regionalliga Jadehaie zeigen sich gegen Wunstorf Lions eiskalt

Klaus Schwarz

Sande - Beim ersten Heimspiel in der Eishockey-Regionalliga zwischen dem ECW Sande und dem ERC Wunstorf Lions haben die Gastgeber auf eine ganze Reihe Spieler am Freitag verzichten müssen. Maksims Cmutovs, Alexander Bahlau, Jan Holiga, Ivan Rohac, Felix Antons und Kevin Lerner fielen krankheitsbedingt oder beruflich aus. Das schien sich aber kaum auszuwirken, denn die Jadehaie sicherten sich einen ungefährdeten 12:1-Erfolg.

Wie sah die Taktik des Trainerteams aus?

Nick Hurbanek und Slawa Koubenski mussten improvisieren. Sie warfen zwei Abwehrreihen (Normunds Vibans/Edgars Mamajs - Silvestrs Selickis/Eriks Zubulis) ins Gefecht. Im Angriff gab es zwei Centerspieler (Artur Galwas/Vladislavs Barkovskis) sowie drei Flügelstürmer-Paare (Vitalijs Jache/Vladislavs Balakuns, Johannes Mundt/Tim Maier, Alexander Kern/Alexander Josch).

Wie machte sich das bemerkbar?

Durch diese Umstellungen war deutlich zu sehen, dass es an allen Ecken fehlte – auch am Zusammenspiel. Trotzdem waren die Jadehaie vor 406 Zuschauern während der gesamten Partie dem Aufsteiger in allen Belangen klar überlegen, sowohl läuferisch als auch spieltechnisch.

Erst einmal waren jedoch die Gäste dran. Sie nutzten bereits nach gut zwei Minuten einen Aufbaufehler der Jadehaie zur Führung. Maik Gatzka ließ Torwart Emil Hacke keine Chance. Ansonsten zeigte der Jadehaie-Keeper eine solide Leistung. Den Ausgleich in einem schwachen ersten Drittel erzielte ECW-Kapitän Artur Galwas nach 13 Minuten.

Nach einer deutlichen Kabinenansprache in der Drittelpause – die Abläufe wurden noch einmal angesprochen – klappte es auf dem Eis wesentlich besser. Fortan ging es nur in eine Richtung und so fielen die Treffer fast zwangsläufig. Auch das Überzahlspiel wurde mit fünf Toren gut genutzt. Nach etlichen hochkarätigen Chancen trafen je zweimal Tim Maier (23:47, 28:51) und Vladislavs Barkovskis (29:35, 32:02) zur klaren 5:1-Führung.

Warum gab es so viele Strafminuten?

In der insgesamt fairen Begegnung zeigte sich Schiedsrichter Dennis Krah, ein ehemaliger Spieler des EC Wilhelmshaven, oft sehr unglücklich in seinen Aktionen und verhängte für die Gäste 22 und den Hausherren 14 Strafminuten.

Was passierte im letzten Drittel?

In den letzten 20 Spielminuten wurde das Ergebnis noch nach oben geschraubt. Insgesamt musste der Gäste-Torwart Danny Sellmann, der trotz allem noch einige Chancen mit der Fanghand parierte, noch siebenmal hinter sich greifen. Die Treffer erzielten Vladislavs Balakuns (41:26), zweimal Artur Galwas (47:44, 49:30), Johannes Mundt (50:08), Vladislavs Barkovskis (57:02), Normunds Vibans (58:19) und das Dutzend voll machte schließlich Vitalijs Jache (59:24).

Was sagen die Trainer zum Spiel?

Beide Trainer waren sich nach der Begegnung einig: „Nach den Ausfällen hat die Mannschaft gut reagiert, trotz der Umstellungen. Wenn alle Akteure wieder an Bord sind, zeigen wir auch wieder ein anderes Gesicht. Jetzt geht es am Montag erstmal zum Rückspiel“, sagte Nick Hurbanek.

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