Sande - Es ist schon ein besonderes Bild, was sich dem Zuschauer da beim 8. Sechs-Stundenlauf um den Sander See der Ultrafriesen bietet: Niemand scheint es besonders eilig zu haben, als erster durchs Ziel zu laufen. Wer nicht gerade läuft, schlendert auch einmal ein Stück der Strecke. Und an der Verpflegungsstation lassen sich alle Zeit für Getränke und ausgewählte Leckereien.

„Es geht auch nicht darum, möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Die Läufer haben sechs Stunden Zeit. Und Sieger ist, wer am Ende die meisten Kilometer gelaufen ist“, Frank Dams vom Verein der Ultrafriesen. Die „Ultrafriesen“ haben den Lauf um den Sander See zum achten Mal organisiert. „Bei der Strecke ist es durchaus sinnvoll, sich die Kräfte genau einzuteilen“, sagt Dams.

2017 war Jan-Hendrik Hans mit 76,529 Kilometern die weiteste Strecke gelaufen – und hatte einen neuen Rekord aufgestellt. Bei den Frauen hatte Katrin Tüg-Hilbert mit 62,3 Kilometern die längste Strecke zurückgelegt.

Der Rekord von 2017 ist diesmal nicht geknackt worden: Lars Runde (Marathon Ibbenbüren) lief insgesamt 69,774 Kilometer, Rita Nowottny-Hupka aus Dortmund kam auf 66,692 Kilometer.

Und damit ist klar, Laufanfänger sind sie alle nicht, die die 1882 Meter lange Strecke um den See unter die Füße nehmen. Sie sind auf den Marathonstrecken europaweit zu Hause und geben sich nicht mit kurzen Strecken zufrieden. 92 Läufer sind an diesem Tag unterwegs, davon 13 Staffeln. Das ist bisheriger Rekord. Und alle sind sicher froh, dass genau an diesem Tag die Temperaturen auf ein lauffreundliches Niveau heruntergegangen sind.