Sande - Die Tischtennis-Frauen des TuS Sande haben ihre letzte Hinrundenpartie vor der Winterpause verloren und ihre dritte Saisonniederlage kassiert. Ohne die fehlende Führungsspielerin Meike Fengler, dafür mir Ersatzakteurin Renska Rohlfs (2. Damen, Landesliga), kämpfte das TuS-Quartett vor Heimpublikum gegen Tabellenführer MTV Engelbostel-Schulenburg mehr als drei Stunden wacker – die 5:8-Pleite konnte aber nicht verhindert werden.

„Ohne die ortsabwesende Meike haben wir unter diesen Umständen kein schlechtes Ergebnis erspielt“, bilanzierte TuS-Betreuer Frank Black. Mit 11:7 Punkten belegen die Sanderinnen Platz drei im Klassement – ob auf diesem Rang überwintert wird, ist jedoch fraglich, da die Teams vom RSV Braunschweig und TSV Heiligenrode (beide 10:6) noch vorbeiziehen können.

Dabei war der Start in das Spitzenspiel gegen den Aufsteiger aus Langenhagen verheißungsvoll verlaufen, da sowohl Sinja Kampen/Rohlfs (3:2 gegen Tabea Braatz/Julie Klapproth) als auch Anke Black/Susanne Meyer (3:1 gegen Kateryna Bashmakova/Jessica Xu) ihre Eingangsdoppel gewannen. Mit einer 2:0-Führung ging es in die Einzelrunde, in der Meyer zum Auftakt eine grundsolide Leistung im Zuge ihres 3:0-Sieges gegen Braatz zeigte.

Parallel hatte Kampen sogar das 4:0 für den TuS auf dem Schläger, jedoch reichte ein 2:0-Satzvorsprung gegen Gäste-Frontfrau Bashmakova nicht aus, da die Gegnerin ab diesem Zeitpunkt zum Gegenschlag ausholte und drei Durchgänge in Serie für sich entschied – gleichbedeutend mit dem 1:3-Anschluss.

Im unteren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Allrounderin Black siegte mit 3:1 gegen Klapproth, Rohlfs blieb in der Partie gegen Xu (0:3) nur die Rolle der Gratulantin. Nach dem ersten Drittel der Individualvergleiche führte Sande 4:2, ehe durch das Topspiel des Tages zwischen Meyer und Bashmakova (0:3) Engelbostel-Schulenburg auf 3:4 verkürzte. In einer Nervenschlacht mit Braatz behielt Kampen aber mit 11:9 im fünften Satz die Oberhand und besorgte die 5:3-Führung.

Doch wie es im Tischtennis so ist, sind es gerade die Schlüsselspiele, die über Sieg oder Niederlage entscheiden – so geschehen in den Fünfsatzkrimis von Rohlfs und Kampen, die gegen Klapproth jeweils mit 10:12 in der Verlängerung des Finaldurchganges unterlagen. Wenngleich die Gäste drei relativ deutliche Einzelsiege erzielten, hätte sich der TuS zumindest den siebten Punkt und somit das Remis erspielen können.

Besonders Kampen hätte einen Sieg verdient gehabt, da sie quasi spiegelverkehrt zu ihrem ersten Einzel gegen Bashmakova einen 0:2-Rückstand aufholte und ihre Gegnerin in den Entscheidungssatz zwang. Der Erfolg war ihr aber letztlich nicht vergönnt.