Sande - Am Ende hat sich das bessere Team durchgesetzt. Die Tischtennisspielerinnen des TuS Sande haben auch ihre letzte Hinrundenpartie vor der Winterpause gewonnen und bleiben das Maß aller Dinge in der Oberliga. Bereits vor dem Spitzenspiel gegen den Vierten SSV Neuhaus hatte der TuS als Herbstmeister festgestanden.

Gegen die Gäste aus Wolfsburg setzen sich die Friesländerinnen schließlich mit 8:4 durch und grüßen mit 15:1 Punkten deutlicher als je zuvor von der Tabellenspitze. Durch den überzeugenden Heimsieg vergrößerte sich gleichzeitig der Vorsprung zu den Teams aus Oldendorf, Weddel und Neuhaus auf nunmehr fünf Zähler.

„Es war das erwartet spannende Spiel“, erklärte Sandes Nummer eins Meike Fengler: „Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass es so deutlich für uns ausgeht.“ Zumal Neuhaus das erste Mal in der Saison in nomineller Bestbesetzung antrat. So kam es, dass die Gäste mit ihrer etatmäßigen Frontfrau Julia Bütow anreisten, die in den bisherigen Partien nicht einmal eingesetzt wurde. Die Wirkung dieses strategischen Schachzuges gegen Titelkonkurrent Sande verpuffte jedoch schnell im Laufe der Partie.

In den Eingangsdoppeln kam es zu einer gerechten Punkteteilung: Fengler/Sinja Kampen siegten als Spitzenduo mit 3:0 über Linda Kleemiß/Lisa Krödel, während Anke Black/Susanne Meyer mit 1:3 gegen Bütow/Sarah Nitsch unterlagen. Gleich das erste Einzel des Tages zwischen Fengler und Kleemiß sollte sich zu einem Schlüsselspiel entwickeln, das den Verlauf der gesamten Partie prägte.

In einer hochdramatischen Begegnung setzte sich Linkshänderin Fengler mit 14:12 in der Verlängerung des fünften Satzes durch. „Dieser Sieg war auf jeden Fall wichtig für den weiteren Verlauf des Spiels“, betonte sie Der TuS führte zwar mit 2:1, jedoch konterte Neuhaus und gewann die nächsten beiden Einzel, ehe Allrounderin Anke Black durch ihr 3:1 gegen Krödel auf 3:3 egalisierte.

Das zweite Drittel des Spitzenspiels eröffnete Fengler mit dem Top-Duell gegen Bütow, das die Sanderin mit 3:1 für sich entschied. Doch Kleemiß (3:1 gegen Meyer) glich für den SSV erneut aus – die Spannung in der Klaus-Bünting-Halle stieg bei Spielerinnen und Zuschauern, die in der Folge zwei Siege ihres TuS bewundern durften. Kampen und Black sorgten im Gleichschritt für die Punkte fünf und sechs, ehe es Kampen vorbehalten war, in ihrem letzten Einzel des Tages für die Vorentscheidung zu sorgen.

„Durch den Sieg von Sinja gegen Bütow konnten wir uns erstmals richtig absetzen“, so Fengler. Sie selbst machte dann den Deckel drauf, indem sie auch gegen Krödel gewann (3:1) und nun mit einer beeindruckenden Einzelbilanz von 21:3 die zweitbeste Akteurin der Oberliga ist.