Sande - Beeindruckend Wiedergutmachung betrieb Eishockey-Regionalligist ECW Sande: Zwei Tage nach der 3:7-Niederlage in Adendorf, besiegten die Jadehaie die Harzer Falken klar mit 5:1 (3:1, 2:0, 0:0) und eroberten die Tabellenspitze vom Gast zurück..
Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und hochinteressantes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich auf dem Eis keinen Millimeter – aber nur eine Mannschaft hatte Maksims Cmutovs auf dem Eis. Der ECW-Torhüter erwischte einen Sahnetag, hielt 38 Schüsse und musste nur einmal – in Unterzahl – hinter sich greifen. Der Gastgeber kam auf 36 Abschlüsse und traf dabei fünf Mal. An allen Treffern war die zweite Angriffsreihe mit Marian Dejdar, Artjoms Tretjakovs und Vladislavs Barkovskis beteiligt. Vier Treffer gingen dabei auf das Konto des ECW-Trios.
Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und hatten in den ersten zwei Spielminuten zwei hundertprozentige Torchancen, die Cmutovs aber durch beherztes Eingreifen zunichte machte. Auch danach gönnten sich beide Teams keine Atempause. Nach ECW-Chancen unter anderem durch Tim Maier, Vitalijs Jache und Kapitän Sergejs Piskunovs gelang Dejdar in der neunten Minute der Führungstreffer, als Gästeakteur Nico Schnell auf der Strafbank saß. Aber bereits kurze Zeit später (11:38) konnte Davide Vinci ausgleichen.
Die Hausherren wirkten in ihren Aktionen aber wesentlich griffiger und kamen bis zur ersten Schlusssirene verdientermaßen zu zwei weiteren Toren (Barkovskis, Tretjakovs).
Im Mitteldrittel machten beide Teams dort weiter, wo sie aufgehört haben: Volles Tempo und schnelle Passfolgen. Das 4:1 (25:08) wurde brillant durch die beiden Letten Barkovskis und Tretjakovs abgeschlossen. Auch zwei Unterzahlsituationen überstanden die Hausherren durch sehr gutes Abwehrverhalten und einen Cmutovs, der mit den Schonern und einer schnellen Fanghand immer zur Stelle war. Für den fünften Treffer waren wieder die drei Angreifer Dejdar (37:31, Tretjakovs, Barkovskis) verantwortlich.
Gegen Ende der Partie kam – auch durch das aus Trainersicht – unsichere Eingreifen von Hauptschiedsrichter Dennis Krah noch einmal Hektik auf, und beide Teams handelten sich noch einmal je vier Strafminuten ein.
Das ECW-Trainerduo Nick Hurbanek und Slawa Koubenski lobte sein Team in den höchsten Tönen. „Nach der Niederlage in Adendorf haben wir die Mannschaft alleine gelassen. Sie sollte selber die Lehren daraus ziehen, und das hat die Mannschaft hervorragend umgesetzt. Hier hatten die erfahrenen Spieler sicherlich großen Anteil. Das ganze Team hat super gearbeitet und den Sieg auch verdient.“
Am kommenden Wochenende folgen für die Jadehaie die letzten beiden Begegnungen der Hauptrunde. Am Samstag (19.30 Uhr) gastieren die Weserstars Bremen in Sande, einen Tag später (18.30 Uhr) geht es zu den Icefighters Salzgitter. Das ausgefallene Spiel gegen den Hamburger SV wird wohl von der Ligenleitung mit drei Punkten und fünf Toren für die Sander Kufencracks gewertet.
