Sande - Die Tischtennis-Frauen- und Männer des TuS Sande haben wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg erkämpft. Die Oberliga-Spielerinnen bezwangen in einer Zitterpartie Spvg. Oldendorf II mit 8:6. Die Verbandsliga-Männer erkämpften sich gegen den TV Hude II beim 8:8 einen Zähler.

Frauen, Oberliga: Kurios: Die Sanderinnen mussten gegen die nicht in Vollbesetzung angetretene Oldendorferinnen über die volle Distanz gehen, um hauchdünn mit 8:6 zu gewinnen. So war der Gast mit nur drei Spielerinnen angereist, stellte seine nominelle Nummer zwei Jana Knappmeier zwar auf, schenkte somit aber im Umkehrsschluss gleich vier Punkte an den TuS kampflos ab. „Oldendorf hatte sich kurzfristig bei uns gemeldet, um die Partie zu verlegen. Diesem Wunsch wären wir auch nachgekommen“, erklärte Sandes Nummer drei Anke Black. „Doch schließlich reisten die Staderinnen doch an – zu dritt.“

Gleichwohl tat sich der Tabellenfünfte aus Friesland (15:13 Punkte) schwer mit unangenehm zu spielenden Gästen, die dem TuS alles abverlangten. Dieser agierte in Bestbesetzung und bot neben Topspielerin Meike Gattermeyer, die noch nicht ganz von ihrem Mittelfußbruch genesen ist, auch Susanne Meyer auf. Die an Position zwei aufschlagende Allrounderin nahm nach ihrer Kieferoperation wieder den Schläger in die Hand und war gemeinsam mit Gattermeyer an fünf Einzelsiegen beteiligt – zwei davon kampflos.

An der Seite von Black verlor Meyer jedoch das Eingangsdoppel gegen Maren Henke/Katja Chrzanowski mit 1:3. Gattermeyer/Thao Nah gewannen indes ohne an den Tisch treten zu müssen. Anschließend sahen die 30 Zuschauer eine Zitterpartie ihres TuS, wobei laut Black Na nicht ihren besten Tag erwischte und zwei Einzel verlor, allerdings den 8:6-Schlusspunkt durch das geschenkte 3:0 über die abwesende Knappmeier markierte. „Am Ende ist egal wie wir gewonnen haben, einzig und allein die zwei Punkte gegen den Abstieg sind entscheidend“, so Gattermeyer.

Männer, Verbandsliga: Der TuS Sande hat im Zuge des verdienten 8:8-Remis gegen TV Hude II zwar einen wichtigen Zähler gegen den Abstieg erzielt und belegt mit 11:19 Punkten den Relegationsplatz acht. Doch diesen bei noch drei ausstehenden Spielen zu verlassen und somit den direkten Klassenerhalt zu sichern, mutet aufgrund der Tatsache, dass der Geestemünder TV als Siebter (13:19) am Wochenende gegen Hittfeld gewonnen hat, immer unwahrscheinlicher an.

Beide Teams müssen noch drei Spieltage bestreiten, aus denen der TuS mindestens vier Zähler braucht. Hingegen dürfen die Bremerhavener, die eine bessere Spieldifferenz als der TuS aufweisen, nicht weiter punkten. „Wir sind realistisch und wissen, dass es ganz schwer wird, Platz sieben zu erreichen. Zumal wir mit Hittfeld, Dissen und Lamstedt auch ein schweres Restprogramm haben. Aufgeben werden wir dennoch nicht und bis zum Schluss alles versuchen“, sagte Team-Oldie Frank Black nach den kräftezehrenden Partie gegen Hude.

Black selbst war es an der Seite von Nelson Jahnel, der für den Punktgewinn gegen Hude II im Abschlussdoppel sorgte. Die Top-Combo der Gäste wurde mit 3:2 bezwungen. Zuvor hatte sich der TuS keineswegs als Absteiger präsentiert und agierte auf Augenhöhe mit dem Tabellenfünften (15:15), der nach den Eingangsdoppel mit 2:1 in Führung ging. Dann entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, bei dem sich kein Team absetzen konnte.

Im oberen Paarkreuz überzeugte Jahnel gegen Marco Stüber (3:1) und Christopher Imig (3:2) und blieb auch bei verlorenen Sätzen bei seiner Strategie treu, durch Tischnähe seine Gegner auszublocken. Hingegen blieb Nummer zwei Henning Hartmann unter seinen Möglichkeiten und verlor beide Partien.

In der Mitte hatte der TuS gar kein Glück – Black und Sebastian Fengler gingen gegen starke Huder leer aus. Ein völlig anderes Bild zeichnete das untere Paarkreuz mit Oliver Lindner und Youngster Hendrik Biele. Beide egalisierten die 0:4-Bilanz der Mitte mit vier Siegen. Völlig entfesselt agierte insbesondere Biele, der nach seinen beiden Erfolgen über Pierre Barghorn (3:2) und Julian Meißner (3:2) jeweils seiner Freude durch laute Jubelschreie im höheren Dezibelbereich Ausdruck verlieh – der letztere Sieg stellte somit die Weichen auf den späteren Punktgewinn.