SANDKRUG - Vorsichtig bremst der Radfahrer bei der Einfahrt in den Zielbereich, von vorne kommt ihm ein Läufer entgegen, dahinter ist gerade jemand damit beschäftigt, seinen Helm abzulegen, und die Schuhe zu wechseln. Beim Hatter Duathlon war sowohl Ausdauert gefragt, als auch Geschick beim Wechseln der Sportbekleidung und des Sportgeräts. Schließlich mussten erst 7,2 Kilometer gelaufen werden, dann hieß es Fahrradschuhe an und ab auf den Drahtesel, um 40,9 Kilometer zurückzulegen. Die Schlussetappe musste wieder „per pedes“ zurückgelegt werden – 4,8 Kilometer.

Ein Unfall ereignete sich auf der Radstrecke: Einem Sportler lief ein Hase in die Rennmaschine. Der Duathleth stürzte schwer, brach sich mehrere Rippen und das Schlüsselbein und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. „Das tut uns sehr leid, der Sportler wurde aber sofort versorgt. Ich hoffe, er ist bald wieder fit. Ich wünsche ihm alles Gute“, sagte Organisator Jürgen Lakeberg.

Über 250 Sportler starteten in den verschiedenen Kategorien – und Strecken. Neben dem Hauptlauf wurden auch Rennen für Jugendliche (2,4 km Laufen, 12 km Radfahren, 2,4 km Laufen) angeboten und ein „Schnupper-Duathlon“ (4,8/22,3/2,4). Der Schnellste im Hauptlauf war – wie im vergangenen Jahr – Tammo König von den TCO Bären aus Oldenburg. „Das war bisher mein härtestes Rennen hier in Sandkrug, weil es relativ kühl und windig auf der Strecke war“, sagte König. „Deshalb habe ich mehr gezweifelt als sonst.“ Außerdem zollte er seinem Gegner Respekt: „Achim Groenhagen ist ein schneller Läufer. Dass ich heute gewinne, war mir erst spät klar.“

Der Zweitplatzierte kommt aus demselben Verein wie König, hatte aber am Ende der Rad-Strecke etwas Pech: „Ich habe meine Schuhe frühzeitig geöffnet, leider ist mir dann aus irgendeinem Grund auch die Kette über das Zahnrad gesprungen, das hat mich einige Sekunden gekostet, so dass Tammo mich überholen konnte“, so Achim Groenhagen. „Der zweite Platz ist aber ein großer Erfolg. Ich freue mich darüber.“

Auf Platz drei landete Andreas Reinert aus Weyhe. Das Frauenrennen gewann Elke Wessels (TCO) vor Sandra Ehlers (SC Weyhe) und Claudia Nachtwey (TV Werne). In einem Punkt waren sich alle Läufer einig: „Eine tolle Strecke, die gut zu laufen und fahren ist“, sagte Elke Wessels. Und weiter: „Hier zu starten macht wirklich Spaß, weil die Organisation top ist und sich alle viel Mühe geben.“

Das hört Organisator Jürgen Lakeberg gerne. Er sagte: „Es hat alles super geklappt, und auch die Beteiligung war gut, wir sind zufrieden.“ Für den „reibungslosen Ablauf“ sorgten die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr Sandkrug, das THW aus Wardenburg, die Malteser und viele freiwillige Helfer der TSG Hatten-Sandkrug.