SANDKRUG - Für ihre Leistung fingen sich die Drittliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug ein Kompliment ihres Gastgebers ein. „Die TSG wird noch für einige Überraschungen sorgen“, ist auf der Internetseite von Eintracht Hagen zu lesen. In der Helfe-Halle, in der die Eintracht ihre Heimspiele austrägt, war den Sandkrugern genau das trotz einer guten Vorstellung nicht gelungen. Der Aufsteiger verlor am Sonnabend auch sein viertes Auswärtsspiel. „Wir haben eine sehr couragierte Leistung gezeigt, gerade in der ersten Halbzeit“, sagte TSG-Trainer Henning Sohl über das 31:34 (17:18).
Die Sandkruger begannen die Partie mit einer 6:0-Abwehr, deren Mittelblock neu formiert worden war. In diesem stand Zugang Tim Kieselhorst, der bei seinem Debüt im TSG-Trikot fast nur in der Defensive eingesetzt wurde, aber trotzdem zwei Treffer erzielte. Mit ihm bildeten Derk Marin, Björn Schilke und Till Schinnerer die Zentrale der TSG-Formation. Sie machten ihre Sache gut. „Die Abwehr war sehr stabil“, lobte Sohl.
In den ersten 30 Minuten kam seine Mannschaft zu sieben Ballgewinnen und so zu sieben Kontern, von denen sechs erfolgreich abgeschlossen wurden. Nicht zuletzt deshalb lagen die Sandkruger nach 20 Minuten mit 13:11 in Führung. Dann erlebten sie den ersten kleinen Einbruch, den vor allem Patrick Lütgenau nutzte. Die Tore des Halbrechten brachten den Hagenern einen 15:13-Vorsprung, zur Pause lagen sie mit 18:17 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. Die TSG verrichtete weiter gute Abwehrarbeit, konnte sich zudem auf ihren gut haltenden Torwart Christoph Kuper verlassen und war auch im Angriff erfolgreich. So überstanden die Sandkruger gegen die Hagener, die vor der Saison zum Aufstiegskandidaten ernannt worden waren, sogar eine 4:6-Unterzahl schadlos.
Die Gastgeber spielten ohne Michael Wulf (Kreuzbandriss), David Kreckler (Schulterverletzung), Benjamin Göller (Bänderriss) und Arthur Giela (Lehrgang polnische Junioren-Nationalmannschaft). „Trotzdem ist das immer noch eine sehr gut besetzte Mannschaft“, sagte Sohl, dem die verletzten Fabian Knieling (Knie) und Felix Schimpf (Fußgelenk) fehlten. Die hatte mit der TSG bis zur 53. Minute große Mühe, beim 27:27 war noch alles offen.
Doch dann drehte Eintracht-Torwart Björn Minzlaff auf. Er wurde für die Sandkruger, die allerdings auch einige Male überhastet abschlossen, eine Zeit lang zum unüberwindbaren Hindernis. Dafür dass Minzlaffs Paraden für die Sandkruger böse Folgen hatten, zeichnete der beste Hagener verantwortlich: Lütgenau, der schließlich elf Treffer auf seinem Konto hatte, erzielte vier der fünf Tore, mit denen die Gastgeber bis auf 32:27 davon zogen. Die Partie war entschieden.
„Wir haben wieder Lehrgeld bezahlt. Doch damit muss langsam einmal Schluss sein“, sagte Sohl mit Blick auf die nächste Aufgabe für seine Mannschaft. Sie muss bereits an diesem Sonnabend wieder auswärts antreten. Dann sind die Sandkruger beim Schlusslicht HSE Hamm zu Gast.
Kuper, Steffens (n. e.) – Smarsli 6, Marien 4, Rabe 3, Kirschen (n. e.), Stein 1, Bruns (n. e.), Schinnerer 3, Schilke 6, Menkens 1, Mitschke 5/1, Kieselhorst 2, Kolpack (n. e.).
Siebenmeter: Hagen 4/2, TSG 5/2.
Zeitstrafen: Hagen 1, TSG 3.
