SANDKRUG - Rollentausch beim Hatter Duathlon: Tammo König hält Vorjahressieger Konstantin Bachor auf Distanz. 288 Teilnehmer freuten sich über optimale Bedingungen.

VON GUIDO FINKE

SANDKRUG - Der strahlende Sieger machte seinem Namen alle Ehre. Tammo König setzte sich beim „6. Hatter Duathlon“ in beeindruckender Manier selbst die Krone auf. Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr tauschte der 30-Jährige gestern mit Titelverteidiger Konstantin Bachor (VfL Wolfsburg) die Positionen und lief mit deutlichem Abstand als Erster durchs Ziel.

Die ausrichtende TSG Hatten-Sandkrug, die wieder einmal in souveräner Manier alles im Griff hatte, zählte insgesamt rund 300 Teilnehmer. Der Großteil entfiel mit 160 auf den Hauptwettkampf, dem Hatter Duathlon. „Mit der Resonanz und der Klasse des Starterfeldes sind wir hochzufrieden. Auch gab es keine schweren Stürze oder Verletzungen“, berichtete Organisator Jürgen Lakeberg.

Für Tammo König herrschten an der Schultredde perfekte Bedingungen. „Ich hatte Angst, dass ich beim Radfahren nicht dranbleiben kann“, sagte der für den 1. TCO „Die Bären“ startende König. Seine Befürchtungen haben sich allerdings schnell in Luft aufgelöst, denn das Wetter war wie auf ihn zugeschnitten: „Es war fast windstill und recht warm – perfekt für mich.“ Während der Vorbereitung auf seinen ersten Ironman-Start in Roth sitzt der Sunnyboy aus Oldenburg derzeit zumeist im Sattel. „Dieses Training scheint sich heute ausgezahlt zu haben“, so König.

In der Tat: Der laufstarke Oldenburger fuhr im Anschluss an den ersten Laufabschnitt (7,2 Kilometer) auf der 40,9 Kilometer langen Radstrecke persönliche Bestzeit (1:03:16 Minuten).

In einem packenden Dreikampf trugen der zu diesem Zeitpunkt führende Bachor, Horst Wittmershaus (SC Weyhe) und König ihre Rennmaschinen fast zeitgleich in die Wechselzone, um sich auf die zweite Laufstrecke zu begeben.

Erst auf der zweiten Laufdistanz über 4,8 Kilometer setzte sich der mit der Startnummer eins ins Rennen gegangene König von seinem ärgsten Rivalen aus Wolfsburg ab. Am Ende betrug sein Vorsprung komfortable 49 Sekunden. Mit seinem Triumph konnte König auch den Gewinn der Landesmeisterschaft feiern, die dieses Mal in den Hatter Duathlon integriert war.

Beeindruckend war vor allem auch die Vorstellung von Wittmershaus, der noch vor einer Woche den Marathon in Hamburg in stolzen 2:39 Stunden absolvierte. „Ich weiß gar nicht, wo der Junge die Kraft hernimmt“, schwärmte Lakeberg von dem Drittplatzierten, der das hohe Tempo von König und Bachor jedoch nicht mehr mitgehen konnte.

Bei den Frauen setzte sich Kerstin Lüken (Emder LG) souverän durch. Den Schnupper-Duathlon (4,8 km laufen/22,3 km Rad/2,4 km laufen) entschied Andreas Menzel für sich.

Justus Nieschlag vom Lehrter SV war bei der Jugend (2,4/12/2,4) das Maß der Dinge. Beim weiblichen Nachwuchs hatte Svenja Weber (TSV Bokeloh) die Nase vorn.