SANDKRUG - Schon Fünfjährige nahmen an dem großen Sportereignis in Sandkrug teil. Einige Jugendliche ließen den Erwachsenen keine Chance.
Von Steffen Szepanski
SANDKRUG - „Jaaaaaaaaa“ klingt es fast schon empört aus Dutzenden Kinderkehlen. „Hat der Kerl denn keine Augen im Kopf? Natürlich sind wird da.“ Der Moderator der „Sandkruger Schleife“ Geart Broers fragt vorsichtshalber trotzdem noch einmal nach. „Seid ihr alle da?“ Sie sind es, ohne Zweifel. Wo sollte sonst das laute Geschrei herkommen. 127 Kinder, so viel wie noch nie, haben am Sonntag am 1-Kilometer-Lauf der „Sandkruger Schleife“ teilgenommen und sich vorher von Geart Broers einstimmen lassen. Während der achtjährige Jann Büsselmann alle anderen Kinder hinter sich ließ, konnte der 14-jährige Sebastian Franke beim 5-Kilometer-Lauf sogar alle Erwachsenen abhängen.Ans Gewinnen dachte Keno Gräfedünkel nicht mal im Traum. Der Fünfjährige nahm als einer der jüngsten Teilnehmer zum ersten Mal am 1-Kilometerlauf teil. Da hieß es erst einmal: irgendwie ankommen. Vorsichtshalber hatte Keno sich auch noch eine Rückversicherung besorgt. Sein Vater Frank lief hinter dem kleinen Fußballer her. So erreichte Keno dann, seinen Vater im Schlepptau, auch das Ziel und war begeistert. „Das hat Spaß gemacht. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“
An den Jugendlichen, die am 5- oder am 13-Kilometerlauf teilnahmen, können wohl nur noch die fittesten Väter dranbleiben. Das gilt besonders für Sebastian Franke. Der 14-Jährige Läufer der SG Diepholz gewann nach einem Spurt knapp vor David Schönherr aus Witten und 151 weiteren Teilnehmern. Geschickt hatte sich Sebastian, der schnellste Niedersachse über 5 Kilometer in seiner Altersklasse, an den zwei Jahre älteren David „herangehängt“ und ihn erst wenige Meter vor dem Ziel überholt. 17:57 Minuten brauchte er nur für die 5 Kilometer.
Beim 1-Kilometer-Lauf spielte die Zeit keine Rolle. Die Kinder, etwa die Schüler der Klasse 3 C der Grundschule Wardenburg, die an ihren knallgelben Kappen schon von weitem zu erkennen waren, sollten den Lauf locker nehmen. Dass die Schüler von Klassenlehrerin Renate Boeck aber auch nicht ohne Ehrgeiz an den Start gegangen waren, verrieten nach dem Lauf ihre knallroten Wangen unter den knallgelben Kappen.
