Sandkrug - „Aufopferungsvoll gekämpft“ haben seine Spieler im Auswärtsspiel bei TuS Rotenburg, meinte TSG-Trainer Hauke Rickels. Doch am Ende mussten die Oberliga-Handballer der TSG Hatten Sandkrug am Samstag dennoch eine 27:30 (13:16)-Niederlage hinnehmen. „Wir hatten viele angeschlagene Spieler dabei. Da sind am Ende einfach die Kräfte geschwunden“, erklärte Rickels.

Dabei begann seine Mannschaft hellwach und setzte sich schnell auf 5:2 durch Jonas Schepker ab (6. Minute). Doch nach einer Auszeit kam Rotenburg besser ins Spiel und auf 8:9 heran (17.). Fünf Minuten später erzielte der starke Lukas Misere den Ausgleich zum 11:11. „Kurz vor der Pause haben wir dann ein paar unglückliche Gegentreffer kassiert. Vorne haben wir den Ball durch technische Fehler verloren, und Rotenburg hat das ausgenutzt“, berichtete Rickels. Mit drei Toren lagen die Gastgeber beim Seitenwechsel vorne.

Nach der Pause begann die Aufholjagd der TSG, vor allem die Außen machten ordentlich Tempo. Als Razvan Ghimes zum 17:16 traf (34.), keimte bei den Gästen wieder die Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. In der Folge ließen sie nicht locker, und Rotenburg konnte sich nie richtig absetzen. Mitte der zweiten Hälfte gaben die Sandkruger richtig Gas. Als TuS-Akteur Christian Hausdorf beim Stand von 22:21 nach einem groben Foulspiel an Kian Krause die Rote Karte sah, nutzte die TSG die Überzahlsituation geschickt aus und drehte die Partie. Krause traf zum 22:23 (47.), konnte danach aber nicht mehr weiterspielen. „Er war angeknockt nach dem Foul. Ohnehin hat Rotenburg ziemlich zugelangt“, meinte Rickels.

In den verbleibenden gut zehn Minuten schwanden der TSG aber die Kräfte, hinzu kamen Flüchtigkeitsfehler. „Da wurden wir viel zu hektisch und unruhig. Das war sehr ärgerlich“, so der TSG-Trainer. Innerhalb von wenigen Minuten setzte sich Rotenburg wieder auf 26:23 ab (51.). Diesen Vorsprung verwalteten die Gastgeber geschickt bis zur Schlusssirene. „Schade, dass wir uns nicht belohnen konnten. Mit dem Tempospiel bin ich sehr zufrieden, besonders die Außen Tim Streckhardt, Razvan Ghimes und Tjark Sauer haben einen super Job gemacht. Auch der Einsatz hat bei allen gestimmt“, resümierte Rickels, dessen Team nun mit 4:14 Punkten auf Tabellenplatz elf liegt und nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat.

Dennoch bleibt der TSG-Trainer weiter optimistisch: „Ich hoffe, dass wir im Spiel gegen Altjührden nächste Woche wieder mehr Spieler an Bord haben und die angeschlagenen wieder richtig fit sind. Das Fehlen von erfahrenen Spielern wie Andre Haake oder Till Schinnerer hat sich schon bemerkbar gemacht.“

Gloria Balthazaar
Gloria Balthazaar Redaktion Wildeshausen