SANDKRUG - SANDKRUG - So, wie in der Vorwoche beim 40:28-Sieg gegen den Lehrter SV hätten es die Regionalliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug gerne öfter: Da konnten sie sich Fehler erlauben, unkonzentriert spielen und auch mal gute Chancen versieben, ohne dass dies Konsequenten hatte. Denn schnell wussten sie, dass der Gegner noch unkonzentrierter und noch fehlerhafter agierte und der Sieg nie gefährdet war.

„Heute muss sich die Mannschaft von einer ganz anderen Seite präsentieren, will sie nicht die vierte Niederlage der Saison kassieren“, mahnt Trainer Klaus Kröger vor dem Auswärtsspiel bei Concordia Staßfurt (19 Uhr). „Diese Partie wird noch schwerer als die in Achim. Da hätten wir mit einem normalen Auftritt Chancen auf einen Punkt gehabt. Heute müssen wir am Limit spielen, wenn uns das gelingen soll“, so Kröger weiter, der diesmal nachhaltig beteuert, nicht zu untertreiben. Als Beweis führt er den Sieg der Concorden in Hameln am vergangenen Wochenende (39:31) an.

In den Griff bekommen müssen die TSGer gleich mehrere Spieler des Gegners. Svajunas Kairas ist ein guter Spielmacher, Anton Lakisa ein guter Mann auf der linken Seite. Christian Rückhardt trifft gut von der rechten Seite auf der auch der Nachwuchsspieler Jörg Friedrich auftauchen kann. Nicht zu unterschätzen ist auch Romas Bruchnow, der im rechten Rückraum für Dampf sorgt. Er besitzt ein Zweitspielrecht beim SC Magdeburg. Die Abwehr der Concorden wird von Jens Wienöbst dirigiert, der früher einmal beim OTB spielte.

„Wir müssen als Mannschaft auflaufen und dürfen uns nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen lassen“, gibt Kröger eine Maßgabe vor, die erfüllt sein muss, wenn die TSG erfolgreich bestehen will. Dabei legt er viel Wert auf eine stabile Abwehr, denn hier könnte der Grundstein zum Erfolg gelegt werden. In der Offensive soll entweder das einfache Tor oder aber der gezielte, kontrollierte Spielaufbau gesucht werden. Ballverluste wie gegen Lehrte darf es nicht geben. Das wissen die Spieler der TSG. Sie wissen aber auch, dass sie diesmal an ihr Limit gehen müssen. Und je länger sie im Spiel mithalten können, desto ruhiger sind wohl auch die Fans der Concorden, die mit ihrer Unterstützung schon so manches Spiel entschieden haben. Wenn dies verhindert werden kann, haben die Gäste, die auf Ruckh verzichten müssen und mit einem angeschlagenen Salkic anreisen, eine Chance. Aber nur dann.