SANDKRUG - GWD Minden II –
TSG Hatten/S. 34:23 (16:11)
SANDKRUG/MC - 4:4 Punkte haben die Regionalliga-Handballer des Aufsteigers TSG Hatten-Sandkrug aus den ersten vier Spielen der Rückrunde geholt. Das ist weit besser als zu Saisonbeginn, als es 1:7 Zähler waren. Zufrieden ist Trainer Jurrien Nijhof mit dieser Bilanz nur vordergründig. Als guter Analytiker muss er feststellen, dass seine Mannschaft noch nicht in der Lage ist, zwei gute Spiel in Serie zu bieten. So folgte dem grandiosen Sieg über Hameln am Sonnabend eine vor allem in der Schlussphase deprimierende Leistung gegen GWD Minden II, was sich im Ergebnis niederschlug.
„Das war schon nahe an einer Arbeitsverweigerung“, schonte der Trainer das Team nicht mit Kritik über die Leistung in den letzten 20 Minuten. Ausnehmen wollte er lediglich Andreas Szwalkiewicz und André Haake, die über die gesamte Zeit ihr Potenzial abriefen und nicht aufsteckten. Alleine die Tatsache, dass sich Minden von 20:17 (40.) auf 30:19 (52.) absetzen konnte, spricht schon Bände über die Leistung. Dass Mindens Rückraumspieler Moritz Schäpsmeier elf seiner zwölf Tore in diesem Abschnitt machen konnte, verdeutlicht nachhaltig, wie passiv die TSGer diesmal in der Abwehr agierten.
Einigermaßen zufrieden wollte der Trainer noch mit der ersten Halbzeit sein. „Da wäre mehr möglich gewesen“, kommentierte er das Geschehen bis zur Pause. Da aber die Torwarte nicht ihren besten Tag hatten und nur zehn Bälle hielten, vier klare Chancen (zwei Gegenstöße und zwei Siebenmeter) vergeben wurden, und der Gegner im Abschluss viel Glück hatte, lagen die Sandkruger schon zur Pause deutlich zurück. Erschwerend kam hinzu, dass Steven von Salzen bereits nach 20 Minuten verletzt ausscheiden musste. Diese Lücke konnte in der Abwehr anfangs noch kompensiert werden. Nach 40 Minuten gelang dies aber nicht mehr.
Eine Enttäuschung war für Nijhof am Sonnabend auch die Vorstellung von Spielmacher Michael Laursen. „Der war völlig abgetaucht“, kommentierte er seine Leistung. Vier Fehlwürfe und vier technische Fehler bestätigen, dass er nicht in der Lage war, dem Angriffsspiel Ideen zu verleihen.
Und dennoch war Nijhof unmittelbar nach dem Wechsel noch einmal zuversichtlich, denn sein Team hatte sich auf 17:20 heran gearbeitet. Danach wurde dann die Arbeit verweigert. Sehr zur Freude eines keineswegs übermächtigen Gegners.
TSG: Reitz 1, Kuper – Mosel 2, Szwalkiewicz 9, Osterloh 2, Laursen, Erdmann, Ruckh 2/1, Fokken 2, Haake 5/1, von Salzen, Buss.
Siebenmeter: GWD 2/1, TSG 4/2.
Zeitstrafen: GWD 5, TSG 6.
