SANDKRUG - Sein Ehrgeiz und Sportsgeist steht dem von Fernsehmoderator Stefan Raab, der sich Monat für Monat bei „Schlag den Raab“ mit Kandidaten heiße Duelle liefert, kaum nach – doch um als Anfänger eine Tennisexpertin wie Monika Düßmann zu schlagen, muss Holger Weerts ganz offensichtlich ein wenig mehr trainieren. Der 49-Jährige hatte die Schwarz-Weiß-Spielerin zum Duell herausgefordert, musste sich ihr im „Wettstreit der Tennistitanen“ in Sandkrug aber klar geschlagen geben.

Ordentlich aus der Puste

„Sie hat mir eindeutig die Grenzen aufgezeigt“, sagte Weerts nach der Niederlage, die er jedoch verschmerzen konnte – durch den kuriosen Schaukampf in der SWO-Halle kamen 800 Euro für das Kinderhospiz Löwenherz zusammen. Rund 70 Zuschauer ließen sich das Duell nicht entgehen. Letztlich standen 400 Euro an Eintrittsgeldern zu Buche, die der Unternehmerkreis, zu dem Weerts gehört, verdoppelte. „Ich musste einsehen, dass Tennis eine Sportart ist, für die man Talent, Erfahrung und vor allem viel Kondition braucht – das war ganz schön anstrengend“, erklärte Weerts, der nach dem Schaukampf sichtlich aus der Puste war.

Ungleicher Schaukampf

„Eine große Klappe reicht halt nicht“, fügte er schmunzelnd hinzu. Mit einem klaren 6:1 und 6:1 zeigte Düßmann in 80 Minuten kurz und schmerzlos, wer Frau im Hause ist. Wann er sich jeweils auf der Anzeigetafel verewigen durfte, daran konnte sich Weerts nach dem ungleichen Duell schon nicht mehr erinnern: „Ich war ganz schön aufgeregt.“ Zudem flogen ihm die Bälle oft nur so um die Ohren. „Ich war chancenlos – sie war einfach zu gut“, erkannte er neidlos an und ergänzte: „Da bin ich aber schmerzfrei. Ich habe kein Problem damit, von einer Frau bezwungen zu werden – wer gewinnt, war ja eigentlich auch schon vorher klar.“

Vereinsbeitritt

Im Vorfeld hatte er sich äußerlich aber noch siegessicher gezeigt und wollte die Frau, vor der bei Schwarz-Weiß sogar die Männer zittern, unbedingt bezwingen. Diese Tatsache war Weerts im vergangenen Jahr zu Ohren gekommen. Nachdem daraufhin die Idee zu der ungewöhnlichen Herausforderung bei einem Unternehmerkreis-Treffen geboren worden war, hatte Weerts seit November auch mehr oder minder hart trainiert. Trotz der herben Niederlage will er den Schläger nun nicht gleich wieder an den Nagel hängen, sondern kündigte an, dem Verein beizutreten. „Natürlich habe ich Blut geleckt – das ist ein schöner Ausgleich“, sagte er und denkt schon an eine Revanche.

Duell auf Ski?

Als begeistertem Skifahrer kam Weerts nach dem Spiel auch gleich die nächste Idee zu einem Wettstreit mit seiner Rivalin. „Ich habe zu ihr gesagt, dass ich ihr vier Jahre Zeit gebe – dann messen wir uns im Skifahren“, erzählte er und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da habe ich den Erfahrungsvorteil.“ Eine Fortsetzung ist also nicht ausgeschlossen. Während Stefan Raab am vergangenen Sonnabend zum fünften Mal in Folge bei seiner Sendung triumphierte, ging die erste Runde bei „Schlag die Düßmann“ allerdings eindeutig an die SWO-Akteurin.