Luhmühlen/Ganderkesee - Toller Erfolg für Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth: Die 35-Jährige aus Ganderkesee (Kreis Oldenburg) hat bei den deutschen Meisterschaften in Luhmühlen (Kreis Harburg) den dritten Platz belegt. Das gelang ihr aber nicht mit ihrem vermeintlich stärksten Pferd Viamant du Matz, sondern auf Rosveel.
Der Sieg ging an den dreimaligen Olympiasieger Michael Jung aus Horb. Der 39-Jährige blieb am Sonntag auf Highlighter im abschließenden Springen ohne Abwurf. Am Samstag hatte er mit dem elfjährigen Hengst den Geländeritt ebenfalls fehlerfrei beendet. Mit 25,6 Strafpunkten verwies er Dirk Schrade aus dem holsteinischen Heidmühlen auf Casino (29,6 Strafpunkte) auf Platz zwei. Für Jung war es der dritte nationale Titel nach 2012 und 2021.
Auffarth war auf dem neunjährigen Wallach Rosveel nach der Dressur Sechste gewesen. Im Geländeritt (auf dem 3770 Meter langen Kurs waren 21 Hindernissen zu bewältigen) verbesserte sie sich auf den vierten Platz. Mit einem fehlerfreien Ritt am Sonntag im Springen rückte die Ganderkeseerin noch einen Rang vor und beendete die Meisterschaft mit insgesamt 29,8 Strafpunkten – nur 0,2 Punkte mehr als Schrade – als Dritte.
Mit Viamant du Matz war die Mannschafts-Olympiasiegerin von 2012 in Luhmühlen ebenfalls am Start. Mit dem 13-jährigen Wallach gewann Auffarth zwar das Springen am Sonntag, das reichte insgesamt jedoch nur noch für den elften Platz (57,0).
Sieger Jung war mit der Leistung seines Pferdes hochzufrieden. „Er hat eine sensationelle Saison. Ich bin überglücklich, wie er sich so entwickelt hat. Hier hat er wirklich gezeigt, was er kann. Das war eine ganz tolle Woche“, sagte er im NDR-Fernsehen über seinen elfjährigen Hengst Highlighter. Vor allem beim Geländeritt durch die Lüneburger Heide hatte das Duo am Samstag beeindruckt.
