Bei der Trikotversteigerungs-Aktion zu Gunsten des leukämiekranken Mike Schnase auf der Internetseite des VfL Oldenburg wurde am Montagnachmittag die 1000- Euro-Schallmauer durchbrochen. Das höchste Gebot (350 Euro) wurde bisher auf das Trikot von Schalke 04 abgegeben. Der Gesamterlös der Aktion, bei der insgesamt zwölf Trikots mit Originalunterschriften von Bundesliga-Profis sowie ein Nationalmannschaftsdress ersteigert werden können, kommt – wie berichtet – sowohl der Familie Schnase als auch der Deutschen Knochenmarkspenderdatei zu Gute. Die Versteigerung läuft noch bis Sonntag, 6. Mai, 18 Uhr.
Als vollen Erfolg werteten die Verantwortlichen des VfB Oldenburg den Familientag, der am vergangenen Sonntag den Rahmen für das Fußball-Spitzenspiel zwischen den Niedersachsenliga-Fußballern des VfB und VfL Bückeburg (1:0). 4000 Zuschauer waren ins Marschwegstadion gepilgert. „Wir danken vor allem der Öffentlichen Versicherung Oldenburg, die diesen Tag maßgeblich möglich gemacht hat“, erklärte VfB-Vorstand Jörg Rosenbohm nach der Begegnung.
Zur ersten „Miss VfB Oldenburg“ wurde anlässlich des VfB-Familientags die 22-jährige Marlin Niemann gewählt. Sie ist selbst aktive Fußballerin und spielt bei den Sportfreunden Wüsting. Im vergangenen Jahr durfte sie sich bereits „Miss Oldenburg“ nennen. In der Prominenten-Jury saßen u.a. der ehemalige VfB-Trainer Helmut Mrosla, VfB-Ehrenpräsident Klaus Berster und das Gesangsduo „Judith & Mel“.
Wie in alten Zeiten in Donnerschwee agierte am Sonntag noch einmal kurzzeitig VfB-Urgestein und „Miss Germany-Corporation“-Chef Horst Klemmer. Der 70-Jährige las gut informiert die Mannschaftsaufstellungen bei der Partie zwischen dem VfB und Bückeburg vor. Zudem veranlasste er die Zuschauer zum alten VfB-Schlachtruf „VVVfB“.
Angefressen zeigte sich Bückeburgs Trainer Timo Nottebrock angeschichts der Niederlage gegen den VfB in der anschließenden Pressekonferenz. Wurde damit doch die eindrucksvolle Erfolgsserie von 14 Spielen in Folge ohne Niederlage gestoppt. Gleichzeitig freute er sich aber darüber, künftig nicht mehr mit Kappe und Regenjacke auf der Trainerbank sitzen zu müssen. Hatte er diese doch wegen seines Aberglaubens während der Serie immer tragen müssen.
