SCHARREL - 20 Trainer hat Vocks in seiner Betreuer-Laufbahn kennen gelernt. Seine eigene Fußball-Karriere musste er wegen eines doppelten Beinbruchs beenden.

Von Wilhelm Hellmann

SCHARREL - Wenngleich auch der Anlass, weshalb Karl-Heinz Vocks seine aktive Fußballlaufbahn beim SV Scharrel beenden und seine Fußballschuhe an den Nagel hängen musste, unschöne Erinnerungen hervorruft, so hat der SV Scharrel mit ihm jedoch vor 37 Jahren einen wohl einmaligen Glücksgriff getan: Seitdem ist er Betreuer der ersten Fußball-Herren.

Aufgrund eines doppelten Beinbruchs musste Vocks, der alle Jugendmannschaften des SVS durchlaufen hatte und damals noch in der A-Jugend seines Heimatorts spielte, seine aktive Fußballer-Laufbahn beenden. Ganz wollte sich der Scharreler jedoch nicht vom Fußball abwenden und so wurde er 1969 zum Betreuer.

Wie groß seine Leidenschaft für den SVS in seinem Geburtsort Scharrel ist, stellt der heute 59-Jährige Woche für Woche unter Beweis. Denn obwohl er seit 30 Jahren in Kamperfehn wohnt, kommt er zu jedem Spiel nach Scharrel, um „seine Fußballmannschaft“ zu betreuen. In seiner Zeit als Betreuer hat Karl-Heinz Vocks unzählige Spieler in seiner Mannschaft miterlebt. Zu vielen hat er heute noch freundschaftlichen Kontakt. Nahezu 20 Trainer hat er kommen und gehen sehen. Gern erinnert er sich an Trainer wie Karlheinz Hingst aus Sedelsberg, der heute in der Nähe von München wohnt, an Otto Witthake aus Friesoythe, an Ulrich Dumstorf aus

Elisabethfehn, an Willi Janssen aus Scharrel, der heute in Leer lebt, an Josef Albers aus Scharrel, an Hans Thoben aus Ramsloh oder an Guido Reiners aus Gehlenberg. Aber auch Manfred Timme aus Markhausen, Bernd Engeling aus Neuscharrel, Egon August aus Reekenfeld, Franz Dabitz aus Scharrel, Andreas Sippe aus Oldenburg, Mark Börges und Dirk Behrens sind ihm mehr als nur ein Begriff. Heute betreut „Kalle“ Vocks die Erste des SVS unter dem Trainer Gregor Büscherhoff aus Barßel.

Neulich hatte Karl-Heinz Vocks alle ehemaligen Trainer, die er „unter seiner Betreuung“ kennen gelernt hatte, zu einem Wiedersehen ins Sportlerheim in Scharrel eingeladen, um über die alten Zeiten zu plaudern. Leider, so Kalle Vocks, hatten viele der Trainer keine Zeit und so blieb die Wiedersehensrunde mit „seinen“ Trainern und den Mitgliedern des Vorstandes des SVS eher klein. Zu erzählen gab es aber auch in dieser Runde so allerhand und so manche fußballerische Begebenheit, aber auch so manche Geschichte am Rande oder nach der regulären Spielzeit kamen bei dem Treffen wieder in Erinnerung. Bis weit nach Mitternacht saß man noch in gemütlicher Runde gesellig beisammen.

Seit 30 Jahren pendelt Vocks von Kamperfehn nach Scharrel zu den Spielen