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Turniersport Schauer machen Fahrern zu schaffen

Beatrix Schulte

Rodenkirchen - Mit Regenschauern und damit verbundenem glatten Untergrund hatten am Sonnabend die Teilnehmer des 41. Westdeutschen Endlaufes im ADAC-Turniersport zu tun. Ausrichter MSC Rodenkirchen hatte für beste Bedingungen gesorgt, konnte aber am Wetter nichts ändern. 29 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Sie betreuten die Stationen auch bei stärksten Schauern. Mal fuhren die Motorsportler bei Sonnenschein, mal im strömenden Regen, was zu sehr unterschiedlichen Bedingungen führte.

Rutschige Pflastersteine

„Durch den Regen sind die Pflastersteine rutschig und die Fahrer kriegen die Geschwindigkeit nicht hin“, stellte der Turniersportbeauftragter vom ADAC-Weser-Ems, Fritz Buchtmann, fest. Der Vareler fährt selber erfolgreich bei den Profis mit und sah die besondere Herausforderung bei den Durchläufen.

45 Teilnehmer aus insgesamt vier Regionalclubs gingen an den Start, darunter mit Veranstaltungsleiter Jürgen Rodewald und seinem Sohn André auch zwei Mitglieder des MSCR. Sie alle versuchten, in möglichst schneller Zeit mit wenigen Fehlern durch den Parcours zu kommen. Dies gelang auch den Profis manchmal nicht so gut und sie machten Flüchtigkeitsfehler beim Einparken, Spurenfahren oder Slalomfahren.

„Die Fehler entstehen auch aus Nervösität. Endläufe sind etwas ganz Besonderes, da startet jeder gegen jeden“, erklärte Fritz Buchtmann.

Vorjahressieger Martin Tieben war mit seinem ersten Lauf gar nicht zufrieden. Der 42-Jährige fing schon als Jugendlicher mit dem Kartfahren an und nimmt seit seinem 18. Lebensjahr regelmäßig am Turniersport teil. Mit seinem kleinen Polo (Baujahr 2006, 105 PS) war er zwar passend motorisiert, aber auch er hatte Schwierigkeiten mit dem glatten Untergrund.

Auch der achtfache Deutsche Meister Roger Böhm aus Oerlinghausen musste sich mit einem Fehler im 1. Lauf begnügen. Da nur zwei der drei Läufe in die Wertung gehen, sah er aber noch eine gute Chance für Verbesserungen. Und er sollte Recht behalten, denn bei der abendlichen Siegerehrung in der Gaststätte Kiek mol rin in Sürwürden stieg er als Gewinner auf das Siegertreppchen.

Seinen Lancia A 112 kaufte er bereits 1983 und nutzt ihn seitdem für die Turnierläufe. „Das Auto wird nur im Sommer gefahren“, gestand der 51-Jährige. Auch seinen Sohn Mica (19 Jahre alt) hat er schon mit dem Turniersport infiziert, so wie es sein Vater mit ihm gemacht hatte.

Als alter Hase erwischte Manfred Sandersfeld aus Leer einen sehr guten ersten Lauf. Mit null Fehlern setzte er sich auf den zweiten Platz. „Wenn man im Trockenen fährt, kann man 15 bis 20 Sekunden aufholen“, war er sich seiner Sache sehr sicher. Im 3. Lauf werde er Vollgas fahren und alles riskieren, versprach er. Auch für ihn sprang am Ende ein sehr guter 3. Platz raus.

Bereits am Freitag fand die Anreise der Teilnehmer aus den Regionalclubs Ostwestfalen-Lippe, Westfalen, Nordrhein und Weser-Ems statt.

Meister aus Westfalen

Westdeutscher Meister im ADAC-Automobil-Turniersport-Endlauf 2015 wurde Roger Böhm (Ostwestfalen-Lippe), vor Carsten Winkler (Westfalen) und Manfred Sandersfeld (Weser-Ems).

Bei den Frauen siegte Andrea Lemberg (Westfalen), gefolgt von Ruth Portmann (Westfalen) und Annika Scheile (Weser-Ems).

In der Mannschaftswertung hatte der ADAC Weser-Ems mit den Fahrern Manfred Sandersfeld, Axel Scheibe und Wilke Burmester die Nase vorn. Der zweite Platz ging an den ADAC Westfalen. Dritter wurde der ADAC Nordrhein.

Jürgen Rodewald vom MSC Rodenkirchen kam auf Platz 39, sein Sohn André auf Platz 41. Titelverteidiger Martin Tieben landete in Rodenkirchen auf Platz 33.

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