SCHIERBROK - Bei den meisten Privathäusern macht es ein Zimmermann, beim Rohbau der neuen Sporthalle für die Vereine VfL Stenum und TS Hoykenkamp in Schierbrok übernahm am Freitag hingegen Stahlbauer Torsten Lohmann das Verkünden des Richtspruches. „Die Halle steht, noch ehe wir uns umgedreht“ – dieses Zitat aus dem langen Vers griff Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas bei der anschließenden Richtfeier in der Diele eines Nachbarhauses wieder auf. „Es ist schon beeindruckend, wie schnell das hier jetzt voran geht“, sagte sie und wünschte den beiden Vereinen, dass ihre Sporthalle in diesem Tempo weiterwachse. „Hier entsteht wesentlich mehr als nur eine Sporthalle“, schloss die Bürgermeisterin, „und ich bin mir sicher, dass sich einige von ihnen heute schon dort haben spielen sehen.“

Auch Christel Zießler, als stellvertretende Landrätin vor Ort, überbrachte Grüße: „Der nächste Meilenstein ist getan – auch wenn noch nicht alles geschafft ist, sind sie auf einem guten Weg.“ Sie wünsche im Namen des Landkreises weiterhin einen schnellen und reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten und vor allem, „dass ihr das Dach schnell dicht bekommt“.

Zuvor hatte Jürgen Kolata, Vorsitzender der Turnerschaft Hoykenkamp, seinerseits in einer kurzen Ansprache etwas zum für beide Vereine bedeutsamen Hallenneubau gesagt: „Erst im März haben wir mit den konkreten Vorbereitungen begonnen, nachdem die Finanzierung und die Verträge mit der Gemeinde unter Dach und Fach waren“, erinnerte er. Ein besonderes Dankeschön überbrachte Kolata an seinen Amtskollegen Johannes Knese vom VfL Stenum: „Er hat den mit Abstand größten Anteil am Gelingen dieses Projektes und ist auch heute noch als Bauleiter fast täglich vor Ort.“ Allerdings wies Kolata auch auf eine eventuelle Unwägbarkeit hin: „Wenn es keine Mittel des Landessportbundes für unsere Halle geben sollte, wird es finanziell doch etwas knapp.“ Und weil sich die Bürgermeisterin bei diesen Worten spaßeshalber schon einmal demonstrativ beide Ohren zuhielt, fügte er an: „Dann werden wir die Außenanlagen etwas abspecken müssen, um im Limit zu bleiben.“ Und so blieb auch der während des Richtfestes

auf dem Akkordeon gespielte Titel „Wer soll das bezahlen?“ eine reine Zufälligkeit am Rande der Feierlichkeiten.

„Mitte September war der erste Spatenstich

gemacht worden