SCHILLIG - Bereits zum 21. Mal hat jetzt die Multiple-Sklerose-Kontaktgruppe des Landkreises Cloppenburg ihre Familienfreizeit in Schillig, Wangerland, verbracht. In diesem Jahr beteiligten sich 35 Betroffene an der Freizeit, einige mussten aus gesundheitlichen Gründen darauf verzichten. Immer mehr Fachpersonal sei notwendig, weil sich der Gesundheitszustand einiger Betroffener verschlechtert habe, sagte Renate Deters von der Kontaktgruppe.

Für viele bedeute die Freizeitmaßnahme das einzige Heraustreten aus dem üblichen Alltag im Jahreslauf, schilderte Deters nach Abschluss der Fahrt. Untergebracht waren die Teilnehmer im DRK-Nordsee-Kurheim Schillig in behindertengerechten Räumlichkeiten.

Neben dem Besuch des Schwimmbades gehörten fast täglich Deich- und Wattwanderungen sowie Besuche in den Orten Schillig und Horumersiel zum Programm. Erkundungen der Umgebung sorgten für Erholung und Abwechslung. Verfolgt wurde zudem die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im Fernsehen. Auch die Kinder waren wie immer gut zufrieden, berichtete Deters.

Abends wurden Gesellschaftsspiele gespielt. Elmar Dubber hatte wieder eine tolle Bingo-Veranstaltung vorbereitet. Der Verein für Breitensport Cloppenburg (ehemals Kneipp-Verein) und einige Gruppenmitglieder hatten die Preise besorgt.

Besonderes Lob galt dem Koch und seinem Küchenpersonal. Diese Mannschaft verwöhnte die Teilnehmer wieder mit leckeren Speisen. So verging die Zeit wie im Fluge – zumal auch das Wetter mitspielte. Deters bedankte sich auch beim Sanitätshaus Gebauer aus Wilhelmshaven, das mit Krankenbetten und weiteren Hilfsmitteln versorgte. Diese Hilfsmittel konnten aus den Fördermitteln der Krankenkassen finanziert werden.

Erholt und um viele Erlebnisse reicher kehrte die MS-Kontaktgruppe mit ihren Betreuern und Familienangehörigen in der Gewissheit nach Hause zurück, dass auch im kommenden Jahr wieder vier Tage gebucht sind.

Ohne das ganz persönliche Engagement des Pflegepersonals und der ehrenamtlichen Helfer, so Deters weiter, sei eine Familien-Freizeit in dieser Form nicht durchführbar.

Finanziert wurde das Projekt durch Eigenanteil und Unterstützung des Vereins für Breitensport Cloppenburg, des Lions-Clubs Cloppenburg, der Bediensteten des Landkreises Cloppenburg und einer Anzahl weiterer Spender.