Wardenburg - Unterwegs mit Kampfanzug, Knobelbechern, Kompass und Stoppuhr. Zum 35. Mal fand am Sonnabend der Schlauchbootwettkampf der Reservistenkameradschaft Wardenburg statt. Trotz niedriger Temperaturen und stürmischer Regengüsse fanden sich mehr als 25 Mannschaften mit 75 Teilnehmern und ebenso vielen Helfern auf dem Hof Schnor in Wardenburg ein.
Aktiv dabei waren Reservisten aus Wardenburg, Damme, Huntlosen und Emstek und die Freiwilligen Feuerwehren aus Eversten, Oldenburg-Mitte, Jeddeloh und Achternmeer, aber auch aktive Soldaten wie Oberleutnant Cornelia Schnor. „Über die Reservisten bin ich zur Bundeswehr gekommen“, berichtete die Soldatin. Lena Büsselmann, 19, Saskia Addicks, 14, und Gina Stier, 20, aus Huntlosen waren als private Teilnehmer angereist. „Wir sind schon seit drei Jahren dabei“, erzählten sie. „Es macht Spaß.“
Die gestellten Aufgaben waren nichts für „Warmduscher“. Nach der Anmeldung ging es zum Steinstoßen, Bogenschießen und Überwinden von Hindernissen. Mit Unterstützung der Johanniter wurde eine Rettungsaktion nach einem Unfall simuliert.
Im Barneführer Holz gingen dann die Schlauchboote zu Wasser, und bei starker Strömung galt es, in Astrup eine Person aus dem Wasser zu bergen. Ein Test im Morsen erwartete die Teilnehmer unter der Autobahnbrücke. Eine vom THW Wardenburg organisierte Hunte-Seil-Überquerung am Magda-Frühstück-Platz musste noch vor Eintreffen der ersten Schlauchboote abgesagt werden. „Wir sind soeben zum Einsatz nach Cuxhaven abberufen worden. Dort müssen Zelte für 500 Flüchtlinge aufgestellt werden“, berichtet Gruppenführer Mike Othold.
Für die Teilnehmer hieß es derweil, im Eilmarsch weiter zum Wardenburger Hallenbad zum Kleiderschwimmen. Ein Wettschießen und Fragen zum Allgemeinwissen schlossen die Übungen ab.
„Es macht immer wieder Spaß, die Kameradschaft zu leben“, so Stanley Hensel, Hauptmann a. D., und seit drei Jahren Vorsitzender der 115 Männer und Frauen starken Wardenburger Reservistenkameradschaft. „Wir freuen uns auf die Veranstaltung im nächsten Jahr.“
