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NWZonline.de Sport

Schmuckstücke glänzen in Rastede

13.05.2017

Rastede Es staubt, es dröhnt, es riecht nach Benzin – ganz nach dem Geschmack von Dr. Jan Miller. Der Bremer, beruflich in der Immobilienwirtschaft tätig, steigt im Rasteder Schlosspark in seinen Rolls Royce Twenty und lässt den Motor mit seinen sechs Zylindern erklingen. Der Oldtimer, Baujahr 1929, ist so, wie er hier mit seinen 1,4 Tonnen Gewicht auf der Grasbahn steht, nur einmal gebaut worden. Der Rolls ist längst nicht der erste Oldtimer, den der 50-Jährige besitzt. Die Leidenschaft wurde früh geweckt.

„Das hat schon als Kind im Bekanntenkreis begonnen. Als ich dann erwachsen war, konnte ich mir so vor 20 Jahren meinen ersten Oldtimer leisten, einen VW Käfer. Dann kamen ein Mercedes/8 und ein BMW 02. Aber ernsthaft ging es dann erst später los.“ Der Rolls Royce Twenty ist sein insgesamt siebtes altes Schätzchen.

Vintage Race Days am 13. und 14. Mai

Öffnungszeiten sind am Samstag von 10 bis 22 Uhr, am Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

Eintrittspreise: Die Tageskarte kostet 15 Euro pro Person, für Kinder bis zu 16 Jahren ist der Eintritt frei.

Parkmöglichkeiten findet man in unmittelbarer Nähe. Wichtig: Unbedingt der Beschilderung folgen. Navigation: Rennplatz Rastede, Denkmalplatz 1.

An der Leine geführte Hunde sind auf den Vintage Race Days willkommen.

Kulinarisch soll auch einiges geboten werden: Von der Streetfood-Corner an den Tribünen über Coffeebikes, die Gourmetmeile (überdacht) und Barfood in der Brasserie. Frische Rostbratwürste und belgische Fritten, gepackte Picknickkörbe und Hotdogs, Austern mit Champagner und asiatische Spezialitäten, Kaffee und saisonaler Kuchen vom Blech.

Landpartie: 35 Aussteller präsentieren sich mit ihren zum Teil ausgefallenen Produkten.

Ganz wichtig: Empfohlen wird festeres Schuhwerk, man weiß ja nie, wie das Wetter wird.

24 Rennen werden an zwei Tagen auf einem Rundkurs von 1000 Metern gefahren. Am Start sind 62 seltene Vorkriegswagen.

Ab in die Luft: Es gehen erstmals auch Oldtimer in die Luft. Vorkriegs-Flugzeuge starten von Hatten aus nach Rastede und zeigen dort Kunstflug-Vorführungen.

„Ich war immer fasziniert von der Vorkriegstechnik, die man nicht nur sehen und anfassen kann in ihrer Funktion, sondern die auch eine gewisse Hingabe bei der Bedienung erfordert. Die Fahrweise eines Vorkriegswagens ist schon deutlich anders als die eines modernen Automobils, das ist harte Arbeit. Mit diesen Oldtimern muss man fahren, man wird nicht gefahren. Gerade bei den alten Sport- und Rennwagen spitzt sich dieser Unterschied richtig zu“, sagt Miller, wie es dazu kam, dass er sich auf alte Rennwagen spezialisiert hat.

Bis Mittwoch war noch nicht ganz klar, ob Jan Miller mit seinem Rolls Royce in Rastede teilnehmen konnte. Er wartete auf neue Zündkerzen. Die kriegt man nicht im Handel um die Ecke. Sie kamen rechtzeitig und die hat der 50-Jährige selbst eingebaut. „Das meiste an der Wartung mache ich selbst, kleinere Reparaturen auch. Das hilft ungemein, den Wagen kennenzulernen.“

Der Bremer ist zum fünften Mal in Rastede dabei. „Ich freue mich auf die herzliche, familiäre Atmosphäre der Vintage Race Days, die Benzingespräche mit Gleichgesinnten und vor allem die Freude in den Augen des Publikums, das Teil des Spektakels ist. Wir Fahrer merken, dass diese stimmungsvolle Veranstaltung ein eigenes Profil hat. Das bietet viel an Erlebnis.“

Zum ersten Mal engagiert und präsentiert sich die Autostadt Wolfsburg im Rasteder Schlosspark bei den Race Days. „Ich freue mich sehr darauf, selbst in einem Bentley 3,5 Liter Vanden Plas Le Mans Tourer von 1934 in Rastede zu starten. Ich werde begleitet vom Leiter unseres Zeit-Hauses, dem besucherstärksten Automuseum in Deutschland“, sagt Otto F. Wachs, Geschäftsführer der Autostadt. Andreas Hornig, so heißt der Mann von dem Wachs spricht und ebenfalls viel Benzin im Blut hat, wird aber nicht nur auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Er steigt in einen Alvis FA FWD von 1928.

Bei den Rennläufen an den zwei Tagen soll Rennsportgeschichte zum Greifen nahe erlebbar werden. Marken wie Bentley, Lagonda, Riley, Talbot, Aston Martin, Bugatti, Wolseley, MG, BMW und Mercedes und andere treten in Präzisionsfahrten, Viertelmeilenrennen, Demonstrations- und Testläufen auf der ein Kilometer langen Rennstrecke des historischen Turnierplatzes gegeneinander an.