Hude - Diese beiden Brettspiele sind so hart wie Stein. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schon die alten Ägypter haben das Mühlespiel in Stein gemeißelt, weiß der Huder Spieleautor Helmut Punke. Und so kam ihm die Idee, die Oberflächen von zwei Findlingen, die an der Huder Klostermühle liegen, in die Hände eines Steinmetzes zu geben, um darauf zwei Brettspiele einzumeißeln.

Jens Burgdorf, Wirt der Klosterschänke, fand die Idee toll. Und so wurde die Idee mit Unterstützung von Steinmetz- und Bildhauermeister Christof Cordes sowie Garten- und Landschaftsbau-Meister Jendrik Cordes in die Tat umgesetzt. Der Entwurf und die Bearbeitung der Steine wurde vom Steinmetzbetrieb Cordes aus Wüsting als „Spende“ im Wert von ca. 1700 Euro für den Klosterbezirk übernommen.

Zur Einweihung am Donnerstag war auch Bürgermeister Holger Lebedinzew vor Ort. Es ist zwar der kleinste Spielplatz im Klosterort, aber auch etwas Besonderes.

Die „Radmühle“ wird schon seit Generationen gespielt. Sie ist auf einem rund 800 Kilogramm schweren Findling eingraviert. Ein Korb mit natürlichen Spielsteinen steht bereit. Die Regeln werden auf einer Tafel erklärt.

Das gilt auch für das zweite Spiel, kreiert von Helmut Punke: Das Huder Klosterschnipspiel, mit den Zahlen 1, 2, 3, 2, die für das Gründungsjahr des Klosters stehen. Reihum versuchen die Spieler abwechselnd den Spielstein mit den Fingern auf ein Zahlenfeld zu schnipsen. Die erreichte Zahl wird von der sieben abgezogen. Wer als Erster genau die „Null“ erreicht, gewinnt. Wer den Spielstein vom Findling schießt, scheidet aus.