SCHöNEMOOR - Auf dem Gelände der Tierpension und Hundeschule von Ute Mahlstedt war am Sonntag wieder richtig was los: Mehr als fünfzig imposante Berner Sennenhunde stöberten, spielten, sprinteten und schlawienerten um die Wette. Zum fünften Mal hatte Mandy Kruse aus Emden zum landesweiten Rassetreffen geladen.
Dabei kamen die Besucher mit ihren geliebten Hunden nicht nur aus Niedersachsen. Sogar Gäste aus Hessen und Rheinland-Pfalz hatten sich unter die Meute gemischt.
Entstanden ist das Rassetreffen im Internet: Im virtuellen Raum hatten sich mehr und mehr Freunde der pelzigen Riesen zusammengefunden. In einem Forum tauschten sich Herrchen und Frauchen aus. In solchen Foren geht es nicht nur um Hundeerziehung, Futter und Krankheiten. Die Besitzer sind stolz auf ihre Tiere, sie alle verbindet eine Leidenschaft zu dieser gutmütigen Rasse. Irgendwann waren Mandy Kruse und Andrea Gatzemeyer auf die Idee gekommen, das Treffen im Forum in die wirkliche Welt zu verlegen und die Hunde gleich mitzubringen. Seit dem ersten Treffen haben sich Freundschaften zwischen Hunden und Herrchen entwickelt.
Für die Zweibeiner gibt was zu beißen und natürlich viel zu erzählen. Jeder hat Gassi-Geschichten und Sofa-Storys auf Lager. Richtig vernarrt sind sie in ihre Tiere, jeder hält seins für das Schönste der Laie könnte die Hunde kaum voneinander unterscheiden. Einige sind größer, andere kleiner, rund vierzig Kilo wiegt so ein Hund, bei Rüden sind es schon mal fünfzig.
Weil Berner Sennenhunde so gutmütig seien, bräuchte man keine Angst vor Beißereien haben, so Kruse. Tatsächlich treffen Hunde aufeinander, die sich teilweise fremd sind. Schon nach kurzer Begrüßung mit kalter Schnauze wedeln die Vierbeiner im Takt mir ihren haarigen Ruten.
Sinn des Treffens ist aber nicht allein der Spaß. Es geht auch um den Schutz der Rasse und einzelner Hunde. Mandy Kruse und ihre Mitstreiter wollen darüber aufklären, wie Berner Sennenhunde richtig gehalten werden, woher Interessierte einen guten Hund bekommen und wie korrekt gezüchtet wird. Weil diese Hunde zu Gelenkproblemen neigen, gefährden unüberlegte Züchtungen die Entwicklung der gesamten Rasse.
Um Interessierte aufzuklären, war auch Anja Rutenkröger von der Berner Sennenhunde Nothilfe in Rinteln beim Treffen mit dabei. Interessierte können im Internet Kontakt zur Gruppe aufnehmen.
