SCHOOST - SCHOOST - Sie nennen sich „Die Anfänger“ – und das schon seit 25 Jahren. Alle vier Wochen treffen sich die zehn aktiven Mitglieder des Schooster Kegelclubs bei Hella Heiken in der „Waldschänke“ in Schoost, um in entspannter Männerrunde zu klönen und natürlich zu kegeln.

Dabei brauchen die Kegler – obwohl sie sich „Anfänger“ nennen – ihr Können nicht zu verstecken. „Wir haben zwar lange nicht mehr an Kegelturnieren teilgenommen – aber der sportliche Ehrgeiz ist schon da“, sagt Reiner Kieckbusch. So wird jeder Wurf genau aufgeschrieben, „und wir vergeben im Club Wanderpokale für diejenigen, die die meisten 70er und Neuner geworfen haben“, erzählt er.

Gegründet hat sich der Kegelclub 1979, nachdem sich die Schooster Dorfgemeinschaft „Abendschule“, die seit 1950 das Leben im Ort bereicherte, aufgelöst hatte.

Schnell war damals klar geworden, dass Schoost eine neue dörfliche Gemeinschaft braucht und Hinrich Wolken, schon als Gründungsmitglied der ehemaligen Abendschule aktiv, ergriff erneut die Initiative und suchte Gleichgesinnte für einen Kegelclub.

Am 4. Januar 1980 trafen sich dann zwölf Männer zum ersten Mal bei Hella Heiken in der „Waldschänke“ in Schoost. Da klar war, dass alle beginnen wollten, zu kegeln, aber keiner es richtig konnte, einigte man sich schnell auf den Clubnamen „Anfänger“.

Als Kegelvater fungierte zunächst Hinrich Wolken, nach dessen Tod übernahm Johann Henkel das Amt, das er noch immer ausübt.

Auch Rudolf Harms, wie Wolken einer der Gründer der „Abendschule“, fand bei den „Anfängern“ eine neue gesellige Runde und ist bis heute aktiv.

„Trotz Altersunterschieden zwischen den Mitgliedern von zum Teil 50 Jahren haben wir einen guten Zusammenhalt“, schwärmt Kieckbusch über die Runde: „Alle machen gerne mit – und durch den Altersunterschied wird es ja erst recht interessant.“ Höhepunkte im Jahr neben dem monatlichen Kegelabend seien das Grillen mit Partnerinnen im Sommer und die Grünkohltour mit Skat.

Damit der Club weiter besteht, werden neue Kegler gesucht. Interessierte können sich in der „Waldschänke“ Schoost bei Hella Heiken melden.