SCHORTENS - Rauchende Köpfe im Bürgerhaus Schortens: 120 Skatspieler aus dem gesamten Raum Weser-Ems spielten jetzt die 5. Stadtmeisterschaft im Skat aus. Mehr als vier Stunden wurde konzentriert gereizt, gestochen, gewonnen und verloren.

Was ursprünglich einmal als Beitrag des Skatclubs zur Stadtwerdung der damaligen Gemeinde Schortens ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem der beliebtesten Turniere der Region entwickelt. Die wohl längste Anreise hatte Marianne Müller aus Osnabrück, die auch für den Trend steht, dass Skat längst keine reine Männerdomäne mehr ist. Immer mehr Frauen finden Spaß an dem spannenden Kartenspiel und stellen sich auch dem Wettbewerb.

Schortenser ohne Chance

Neben den 120 Einzelspielern konnten auch Mannschaften an den Start gehen. Hatten noch im vergangenen Jahr die Spieler aus Hage die Preise abgeräumt, waren es in diesem Jahr die Wilhelmshavener, die die Pokale mit nach Hause nehmen konnten. Die „Freunde internationaler Skatsektionen“ (F.I.S.) waren mit zwei Mannschaften angetreten und holten sich den Titel mit der ersten Mannschaft mit 9163 Punkten. Platz zwei ging mit 9080 Punkten an F.I.S. II und eine Mannschaft von Schlossturm Jever erreichte mit 8066 Punkten den dritten Platz.

Entsprechend ist auch der neue Stadtmeister der Stadt Schortens, Martin Töpel (3081 Punkte), ein Wilhelmshavener und kann den Wanderpokal für ein Jahr mit nach Wilhelmshaven nehmen. Platz zwei ging an Armin Witfer, ebenfalls aus Wilhelmshaven, mit 2973 Punkten. Dritter wurde Jörg Dannemann aus Oldenburg mit 2851 Punkten. Gelohnt hat sich die lange Anreise aus Osnabrück auch für Marianne Müller, konnte sie doch den Damenpokal gewinnen.

Viel Lob erhielt der Vorsitzende des Skatclubs Schortens, Dieter Ahlrichs, von Bürgermeister Gerhard Böhling, richtet er doch mit nur 15 aktiven Mitgliedern seit fünf Jahren dieses attraktive Turnier aus. Der Skatclub Schortens trifft sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat im Bowling Center Schortens zum gemeinsamen Skat und freut sich stets über neue Spieler.