Schortens - Der NTB-Cup im TeamGym in Scheeßel war für zwei neu zusammengestellte Nachwuchs-Turnteams des TuS Oestringen eine Reise wert – und wie. Am Ende standen ein bemerkenswerter erster sowie ein starker zweiter Platz für die erfolgreichen Turnerinnen aus Schortens zu Buche.
Doch der Reihe nach: Die Sportart TeamGym besteht aus drei Geräten und hat ihren Ursprung in Skandinavien. Zum Wettkampfprogramm gehören Übungen am Boden, auf der Tumblingbahn (auch Air-Trackbahn genannt) und am Minitrampolin mit und ohne Sprungtisch.
Am Minitrampolin und auf der Tumblingbahn muss das Team drei verschiedene Bahnen turnen. Es dürfen dabei keine Elemente wiederholt werden. Somit sind alle Bahnen sehr individuell sowie nach Alter und Leistungsstand auf die jeweiligen Turnerinnen zugeschnitten.
Von der Radwende bis zum Schraubensalto haben die TuS-Turnerinnen in Scheeßel alles gezeigt. „Beide Teams haben super abgeliefert,“ freut sich Trainerin Fabienne Schulz. Am Boden turnten alle gemeinsam eine Choreographie. Auch dort gehören Akrobatikelemente genauso dazu wie Drehungen, Sprünge oder verschiedene Formationen.
Zwar gab es beim letzten Training noch Schwierigkeiten bei der Synchronität. Auch beim Einturnen schlichen sich immer wieder Fehler ein. Aber pünktlich zum Wettkampfbeginn konnten die TuS-Talente ihre Leistungen abrufen. „Die Turnerinnen wirkten ab dem Moment konzentriert, alles klappte wunderbar“, lobt Schulz.
Das Team mit den jüngeren Turnerinnen belegte in der Besetzung Milena Dessi, Diana Pitkowski, Stella Behrends, Mary Ann Ruck, Evi Wagner, Sophie Ziegs und Chantamey Rocker einen hervorragenden zweiten Platz. Derweil wurde das TuS-Team, bestehend aus Leonie Standera, Luisa Fust, Celine Hagenstede, Sophie Gruber, Helene Wagner und Erin Albers, sogar NTB-Pokal-Sieger.
Für alle Beteiligten war dieser Wettkampf also ein voller Erfolg und gleichzeitig ein guter Vorgeschmack auf den „Berlin-Cup 2020“. „An allen drei Geräten ist noch einiges drin“, erläutert Schulz: „Neue Elemente wollen erlernt und die Boden-Choreographie bis ins kleinste Detail verbessert und ausgebaut werden.“
Im Kampfgericht saßen beim Cup des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB) in Scheeßel am Boden übrigens die Fachwartin des Turnkreises Friesland/Wilhelmshaven, Marion Riedel-Brummack, und am Minitrampolin Trainerin Schulz.
