Cloppenburg - Schweißtreibend gestaltet sich dieser Tage der Unterricht der Achtklässler an der Oberschule (OBS) Pingel Anton in Cloppenburg. Denn das diesjährige Motto der Projekttage, organisiert von der Fachschaft Sport, lautet „Sport macht Freu(n)de“ – und so erhalten die Jungen und Mädchen seit Montag nicht nur Einblicke in verschiedene Sportarten, sondern dürfen sie an drei aufeinander folgenden Tagen auch einmal selbst ausprobieren. Auf dem Programm stehen unter anderem Tauchen, Bogenschießen, Boxen und Segelfliegen.

Dass vor allem Sportarten angeboten werden, die sonst weniger im Fokus stehen, hat einen guten Grund: „Es ist wichtig, den Schülern Optionen aufzuzeigen, was es so gibt“, erklärte Stephan Müller, Sportlehrer an der OBS, der am Montagvormittag die Boxgruppe begleitete. Diese wurde in der Sporthalle an der Sevelter Straße von Trainer Wladimir Sterlikow, Mitglied der Boxabteilung des Vereins Freizeit und Sport Cloppenburg, unterrichtet. Während er die einzelnen Übungen erläuterte, war es ausgesprochen ruhig in der Sporthalle. Kam leises Gemurmel auf, folgte sofort die Ermahnung des Trainers: „Disziplin ist das Wichtigste beim Boxen!“ Die Schüler erlernten anspruchsvolle Kraftübungen und durften zwischendurch auch mal schwungvoll gegen den Sandsack boxen.

Konzentration und Ausdauer war am Montag auch im Soestebad gefragt, in dem die Tauchschulung des Tauchvereins Delphin Cloppenburg ausgerichtet wurde. Nach einer kurzen Einweisung in die Theorie durften die acht Schüler mit Jugendwart und Tauchlehrer Stephan Christensen und seinen Mitstreitern je 20 Minuten abtauchen. Christensen begrüßte das Projekt an der Oberschule. Er hofft, dass zumindest einer der Teilnehmer Lust bekommt, in den Tauchverein einzutreten. Nachwuchsarbeit, für die er sich extra Urlaub genommen hat.

Dass dies nicht für jeden möglich ist, weiß auch Müller. Teilweise sei es schwierig gewesen, Vereine für die Projekttage zu gewinnen, da die Übungsleiter am Vormittage keine Zeit hatten. Umso dankbarer zeigen sich die Sportlehrer, dass es dennoch gelang, den Schülern eine breite Auswahl zu bieten.