Wildeshausen - Sind Hotpants und Jogginghosen in der Schulzeit zu ablenkend für das andere Geschlecht? Mit dieser Frage haben sich am Dienstag zwei Debattierrunden am Gymnasium Wildeshausen auseinandergesetzt.

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“, an dem fast 1100 Schulen bundesweit teilnehmen, wurde in Wildeshausen nun zum zweiten Mal ausgetragen. „Die Veranstaltung im vergangenen Jahr meisterten unsere Schüler so gut, dass wir auch in diesem Jahr teilnehmen wollten“, sagte Lehrer Heiner Krieger. Der Wettkampf schult die Fähigkeiten, Argumente zu sammeln, genau zu zuhören und auf den Punkt zu kommen.

In dem Wettstreit traten jeweils zwei Vierer-Gruppen aus Sekundarstufe I und II an, um sich mit einem von zwei Themen auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen Victoria Dartsch (9a) und Kim Schwarmann (9b) trugen beispielsweise Pro-Argumente zum Thema „Soll das Tragen von Hotpants und Jogginghosen außerhalb des Sportunterrichts an der Schule verboten werden“ vor. Vorschläge dagegen brachten Lara Kuhlbach (9c) und Michelle Müller (8a) vor.

In der zweiten Debattierrunde, die von Jugendlichen aus der Sekundarstufe II bestritten wurde, lautete das Thema: „Sollen Auswahlverfahren für Ausbildungsplätze bis zur Einladung zu einem Vorstellungsgespräch anonymisiert durchgeführt werden?“

Die Entscheidung, die Besten auszuwählen, sei schwer gefallen, sagte Jury-Mitglied und Lehrerin Anja Kramer. Gemeinsam mit weiteren Lehrern und Schülern bildete sie das Jurorenkomitee.

Als Beste wurden schließlich Michelle Müller und Nils Kohlhoff (Sekundarstufe II) ausgezeichnet. Gemeinsam mit den Zweitplatzierten Jonas Pleus (9e) und Gregor Ott (Sekundarstufe II) qualifizierten sie sich damit für den Regionalentscheid und werden ihre Schule weiterhin im Wettbewerb vertreten.