Bookholzberg - Heitere Stimmung herrschte am Freitag, als zum 45. Mal das „Witwentreffen“ des Schützenvereins Bookholzberg stattfand. Sieben rüstige Damen kamen im „Schwarzen Ross“ zusammen, um Anekdoten auszutauschen und über alten Bildern in Erinnerungen zu schwelgen.

„1968 haben wir uns zum ersten Mal getroffen; seit 1971 kümmere ich mich um die Organisation“, erzählt Herta Pfeifer. Entstanden sei das Treffen damals zufällig. „Während die Männer den König ausgeschossen haben, kamen wir Frauen zur Kaffeerunde zusammen“, so Pfeifer. Als einige der Damen dann selbst im Verein aktiv wurden, wurde das jährliche Treffen in den September gelegt. „Wir haben uns immer reihum privat getroffen“, sagt Erika Hammler, „nur unsere Jubiläen wurden in Gastwirtschaften gefeiert“. Sie ist nach eigener Aussage das Küken der Runde – mit 76 Jahren. Das älteste Mitglied sitzt gleich neben ihr, Lisa Meyer ist 93 Jahre alt. „Früher waren wir noch mehr Frauen, aber viele sind leider schon verstorben“, sagt Hammler.

Dann wird Pfeifer wehmütig: „Heute ist unser letztes Treffen; es wird einfach zu beschwerlich für uns. Wir kommen nun noch einmal hier zum Ausklang zusammen. Aber es war immer sehr schön!“ Sie hat über jedes Treffen akribisch Buch geführt und sich Datum, Ort und Teilnehmer der Runde notiert. „Ich finde dieses Treffen eine sehr schöne Geste. So etwas gibt es in anderen Vereinen nicht“, erklärt sie. Und auch wenn sich die Damen nun nicht mehr regelmäßig treffen, ihre Verbundenheit bleibe mit Sicherheit bestehen.