Voerde/Lemwerder - Die Enttäuschung saß tief. Patrick Bartelt wusste nicht, wie er das soeben Geschehene beschreiben sollte. „Ich finde leider nicht die richtigen Worte.“ Der Trainer der Zweitliga-Faustballerinnen hatte am Sonntag in Voerde Niederlagen gegen den TV Voerde (0:3) und den MTV Diepenau (2:3) verkraften müssen. „Das war kein guter Spieltag“, meinte er, wusste aber schon, wo er ansetzen wird. „Es herrscht wieder Trainingsbedarf.“
Mit 2:6 Punkten ist Lemwerder Drittletzter. Nur Düdenbüttel und Brettorf sind mit jeweils 2:10 Punkten noch schlechter platziert.
TV Voerde - Lemwerder TV 3:0 (11:3, 11:7, 11:2). Schon zu Beginn der Partie hatten die Gäste aus der südlichen Wesermarsch große Probleme im Stellungsspiel. Diese zogen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Spieltag.
Zwar steigerten sich die Lemwerderanerinnen zwischenzeitlich ein bisschen, aber offensiv lief fast nichts. „Wir haben nach vorne nur wenig gebracht“, schimpfte Bartelt. Die Angaben seien drucklos gewesen und das Angriffsspiel insgesamt eindimensional. Zu allem Überfluss hatten die Lemwerderanerinnen wegen des nassen Rasens auch noch Probleme in der Annahme.
MTV Diepenau - Lemwerder TV 3:2 (12:10, 6:11, 11:5, 8:11, 14:15). Im Vergleich zur Partie gegen Voerde standen die Lemwerderanerinnen wesentlich besser. Auch in der Annahme steigerten sie sich. Allerdings fehlte die Länge. Zudem seien die Vorlagen verbesserungswürdig gewesen, meinte Bartelt. „Sie hätten genauer und höher kommen müssen, weil der Ball nicht immer gut sprang“, sagte er. „Deshalb haben wir die Abwehrspielerinnen auch mal untereinander gewechselt“, sagte Bartelt und bemängelte im nächsten Atemzug die fehlende Präzision der Angaben und Rückschläge. Und so fehlte dem LTV in der Schlussphase auch das nötige Glück: Den fünften Satz verloren die Lemwerderanerinnen mit 14:15.
LTV: Stephanie Suhren, Darja Seemann, Janika Seemann, Anika Langpaap, Vivien Bluhm, Ina Erstling.
