Wildeshausen - Umschläge mit Fotos von damals lagen am vierten Adventssonntag auf dem Tisch der Sitzgruppe im Eingangsbereich des Jugendzentrums Jott-Zett in Wildeshausen. Angesagt war an diesem Tag der „Senilo-Treff“ von ehemaligen Besuchern des Jugendhauses und damit ein Rückblick in die Anfänge des heutigen JZ
Neben Stadtratsmitglied Woldemar Schilberg war auch der neue Schaffer der Gilde, Gerald Kreienborg, ins „JZ“ gekommen, wie die Jugendlichen von damals noch heute ihren Jugendtreff gerne nennen.
Auf der Tagesordnung waren neben dem Austausch alter Erinnerungen die Kommentare wie „Mensch, wer war das denn noch…“ oder „Der hat sich aber verändert“ zu hören. Plötzlich tauchten die Zeiten wieder vor dem geistigen Auge auf, als das Jott-Zett in den ehemaligen Fabrikräumen 1995/96 zum Anlaufpunkt für die Jugend in Wildeshausen wurde. Eine Zeit, in der Stadt-Jugendpfleger Horst Lehmann aktiv war. Gekommen war Jens Hudemann, eigentlich immer nur „Stenz“ genannt, der ab 1998 das Jugendzentrum leitete. Am Senilo-Treffen nahm auch Gerrit Knocke teil, der als Mitarbeiter die Geschicke im JZ mitgestaltet hatte. Heute wird das Jugendzentrum von Diplom-Pädagogin Imke Schmidt geführt. Seit dem 1. September 2004 liegt das Jugendhaus in Trägerschaft der Nieberding-Stiftung.
Besonderes Augenmerk der Ehemaligen fiel auf eine „Bilder-Lovestory“. Sie hatte die damalige Jungengruppe ins Leben gerufen. Gezeigt wird in verschiedenen Fotoschritten eine Liebesgeschichte. Da es sich um ein Projekt der Jungengruppe handelte, schlüpften Johannes Schmidt und Kai Schweers in die Rolle des Liebespaares. Sehr zur Freude aller, damals, wie heute. „Das Beste ist, auf dem letzten Bild steht: Fortsetzung folgt“, lachte Woldemar Schilberg.
Auch für Gerald Kreienborg war der Senilo-Treff willkommene Gelegenheit, einen Blick in seine Jugendhauszeit zu machen. „Waren wir cool“, sagte er lachend. Das Jott-Zett brachte für die Jugendlichen die Chance, sich selbst einzubringen und zu verwirklichen. Verschiedene Projekte entstanden. Das Zentrum wurde in einer Gruppe von 30 bis 40 Jugendlichen aufgebaut. Alle hatten das Ziel vor Augen, ihren Treff für ihre Angelegenheiten, Sorgen und Probleme aber auch gemeinsame Vorhaben zu schaffen. „Vier bis fünf Jahre dauerte diese Aufbauphase“, bestätigt Schilberg. Danach kehre der Alltag ein. Danach galt es Neues zu entwickeln und für nachfolgende Jugendliche anzubieten.
