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Osv Schwimmverein in Aufbruchstimmung

Nadorst/Eversten - Es sind viele Herausforderungen, denen sich der neue Vorstand des Oldenburger Schwimmvereins (OSV) stellen muss, seit er im Frühjahr an den Start ging. Lange hatte eine bewährte Führungsriege mit Gisela Günther (16 Jahre Vorsitzende) und Schatzmeisterin Gertraude Neumann (17 Jahre im Vorstand) an der Spitze gestanden. Es folgten ab 2012 zwei Jahre, in denen die Vereinsgeschäfte unter einer neuen Leitung eher dahin dümpelten. Bis dann das Team rund um den neuen Vorsitzenden Jan Kropp und Geschäftsführer Jürgen Schnittker die Arbeit aufnahm (siehe Info-Kasten).

Keine Nachwuchssorgen

„Wir haben eine gute Ausgangsposition“, sagt Jan Kropp. Immerhin ist der OSV der größte Schwimmverein in der Stadt und auch Nachwuchssorgen plagen ihn nicht. Sportlich gesehen schwimmt man auf einer Erfolgswelle, erreicht bei Wettkämpfen immer wieder Podestplätze. Das Wasserball-Team hat sogar die Chance auf den Meistertitel.

Dennoch, es bleibt viel zu tun. Und dazu hat der OSV-Vorstand ein Zehn-Punkte-Programm erarbeitet. „Den Breitensport stärken ebenso wie die Wettkampfgruppen“, fasst der Vorsitzende es zusammen. Das sei wichtig für die Identifikation mit dem Verein. Mit ihrem Fachwissen würden auch die beiden „Ehemaligen“, Gisela Günther und Gertraude Neumann, die „Neuen“ tatkräftig unterstützen.

Als Auftrag von den Mitgliedern nahm der Vorstand eines mit: die klare strukturelle Aufgabenverteilung. „Ein wesentlicher Aspekt dabei ist unsere sehr gute Kinder- und Jugendarbeit“, sagt Schriftführerin Birgitt Schüller, die auch Trainerin im Breitensport ist. Hier biete der OSV das breiteste Angebot in Oldenburg an, möchte es (laut dem Zehn-Punkte-Programm) auch optimieren – und habe dabei doch Sorgen. „Uns brechen die Übungsleiter weg“, nennt Birgitt Schüller ein Problem. Der Grund dafür sei zum einen, dass die Nachwuchstrainer bereits nach der zwölften Klasse ihr Abitur ablegen können, damit früher ins Studium gehen und ihre Vereinstätigkeit aufgeben. Zum anderen sei für viele durch den schulischen Nachmittagsunterricht eine Trainertätigkeit nicht möglich. Das betreffe aber auch die Schwimmkinder. Sie hätten oft erst ab 16 Uhr Zeit für das Schwimmtraining.

Und damit kommt man zum nächsten Problem: „Die begrenzten Schwimmzeiten in den Hallen- und Freibädern“, sagt Masterswart Ulrich Fortmann. Das ginge anderen Vereinen aber nicht anders. Im Hallenbad Eversten, im Olantis und im Freibad Flötenteich sind die OSV-Gruppen anzutreffen, Anfängerschwimmkurse werden auch im Hallenbad Kreyenbrück angeboten.

Der Zustand der beiden Stadtteilbäder, die Mitte der 70er-Jahre errichtet wurden, sei auch nicht so gut, sagt Fortmann. Da müsse mittelfristig unbedingt etwas passieren.

Ein wichtiger Punkt auf der Liste des Vorstands ist der Abbau der Warteliste für die Schwimmausbildung. „Da geht es nicht nur um Kinder, sondern auch um Erwachsene, die schwimmen lernen wollen“, sagt Birgitt Schüller.

Stammtisch aktivieren

Auch die Nutzung des Vereinsheims am Freibad Flötenteich will die neue Führungsriege ausbauen. „Viele Mitglieder kennen es gar nicht“, weiß Jan Kropp. Einen Stammtisch will man hier aktivieren. Das gesellschaftliche Leben spielt im OSV eine wichtige Rolle. Dazu gehört das Faschingsschwimmen, bei dem nicht nur die Kinder ihren Spaß haben. „Auch mit solchen Veranstaltungen kann man das Vereinsleben stärker entwickeln“, so der Vorsitzende. Ihm und seinem Team sei es auch wichtig, die Integration als Stärke des OSV zu betonen. „Denn im Schwimmsport vereinigen sich ja alle möglichen Kulturen.“

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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