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SCO sucht Ausweg aus Dilemma

Ovelgönne - Es gibt Niederlagen, die schmerzen wie ein Faustschlag ans Kinn. Das 1:5 der in der 1. Kreisklasse spielenden Fußballer des SC Ovelgönne am Sonntag im Vereinsduell mit der eigenen Reserve dürfte zu dieser Kategorie gehören.

Aber die Niederlage hat Günter Wöhler nicht umgehauen – weil der Trainer der Ovelgönner Ersten mit diesem knüppelharten Schwinger gerechnet hat. „Es ist nun einmal so, dass unsere Zweite die spielerisch besseren Leute hat“, sagt er.

Die Ovelgönner Zweite ist in der Saison 2012/2013 als Tabellenzweiter der 2. Kreisklasse aufgestiegen. In ihrem Kader stehen Spieler, die schon in höheren Ligen gespielt haben und ursprünglich in die Zweite gegangen sind, weil sie den sportlichen Aufwand herunterfahren wollten oder mussten.

Zweite überholt Erste

Inzwischen hat die Zweite die Erste überholt: Sie ist Fünfter, die Erste Neunter. Und genau diese Konstellation sei nicht gut für den Verein, meint Wöhler. „Eine Erste sollte immer auch eine Erste sein.“ Heiner Meyer sieht das ähnlich. „Eigentlich muss die erste Mannschaft das leistungsstärkere Team sein“, sagt der Vorsitzende des SC Ovelgönne und zeichnet die Entwicklung des Ovelgönner Dilemmas nach.

Während die Spieler der Aufstiegsmannschaft unbedingt zusammenbleiben wollten, sei der Kader der Ersten im Laufe dieser Saison nach und nach geschwächt worden, weil einige Spieler krankheitsbedingt fehlten und andere einfach weggeblieben seien. Außerdem vermisse er bei einigen Spielern die richtige Einstellung, sagt Meyer. Das 5:1 am Sonntag entspreche exakt dem derzeitigen Leistungsstand der Teams.

Dass die Zweite besser sei als die Erste sei zwar unüblich und unglücklich, meint Meyer, aber an der Besetzung der Kader werde er im Verlaufe dieser Spielzeit nichts ändern. „Dann gäbe es nur noch mehr Unruhe.“

Allerdings sagt er auch, dass der Verein vor der Saison Fehler gemacht habe. „Es wäre besser gewesen, eine leistungsstarke Mannschaft aus jungen und erfahrenen Spielern zu bilden. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.“ Außerdem müsse man sich fragen, ob der Aufstieg der Zweiten wirklich sinnvoll gewesen sei, meint Meyer.

Karten neu gemischt

Indes betont er, dass alle Beteiligten – auch er selbst – in der Verantwortung stehen. Nach Meyers Worten haben sich die Trainer der ersten beiden Ovelgönner Teams vor der Saison abgesprochen und die Kader zusammen festgelegt. „Jetzt müssen wir da einfach durch“, sagt Meyer. „Nach der Saison werden die Karten dann neu gemischt.“

Das wäre auch im Sinne Günter Wöhlers. „Wir müssen einen Weg finden, die Situation, wie sie in dieser Saison ist, zu ändern“, sagt er. „Man überlegt sich ja schon, ob man so etwas noch einmal in Angriff nimmt.“

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