Oldenburg - „Ich bin dann mal wieder weg.“ Das hatte der Oldenburger Goldschmied Bernd Mansholt schon 2011 angekündigt. Damals hatte er das Ziel bereits auf der Seekarte im Blick: Nach Grönland wollte er segeln. Nur seinen Mitsegler, den kannte er noch nicht. Wer ein gut elf Meter langes Boot 5000 Seemeilen lang bei Sonne, Sturm und Seegang auf Kurs halten will, der sollte schon zueinander passen.
Über Umwege kam der NWZ -Bericht über Mansholts Pläne zu dem Flensburger Seemann Janek Plathe (28). Schon nach den ersten Törns der beiden auf der Weser war klar: zwei Männer ein Ziel. Am Sonntag, 2. Juni, wollen sie um 12 Uhr im Oldenburger Stadthafen starten. Das Motto lautet diesmal „Sailing for money – Jede Meile zählt“ und der Erlös geht an das neue Jugendhospiz Löwenherz in Syke. „Wer sich mit einem Cent pro Meile an der Grönlandexpedition beteiligt, ist am Ende mit etwa 50 Euro dabei“, rechnet Bernd Mansholt vor. Die Idee zu der Spenden-Grönland-Expedition hat Mansholt (49) von seinen Kindern Mike und Maria übernommen, die an ihrer Schule bei einem Spendenlauf mitgemacht hatten. Und das Hospiz Löwenherz hatte der Vater von vier gesunden Kindern schon lange unterstützen wollen.
Bernd Mansholt taufte auch den neuen Einmaster „Nis Randers“. So hieß auch das etwas kleinere Boot, mit dem er damals gemeinsam mit seiner Familie um die Welt gesegelt war (NWZ berichtete). Die neue „Nis Randers“, ein Glasfaserbau aus Frankreich, wurde eigens für den Törn ins Eis umgerüstet.
Mit dem Einmaster geht es Anfang Juni zunächst nach Helgoland, dann via Island ins Nordpolarmeer nach Kap Farvel zur Südspitze Grönlands. Auf den Spuren des englischen Seefahrers James Cook (1728-1779) und des amerikanischen Polarforschers Robert Edwin Peary (1856-1920) wollen sie dann weitersegeln Richtung Thule – wenn das Wetter mitspielt.
