Oldenburg - „Anluven!“, „Abfallen!“, „Hole dicht die Großschot!“ und „Klampe belegen!“ hieß es auf der Jade-Weser-Port-Cup-Regatta für Schülerinnen und Schüler der BBS Wechloy. Dabei wussten die Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung mit diesen Begriffen noch wenig anzufangen – am Ende des ereignisreichen Tages wurden die Befehle bereits zügig umgesetzt.
Seit Jahresbeginn ist die BBS Wechloy Mitglied in der „Segelkameradschaft Klaus Störtebeker e.V.“ mit Sitz in Wilhelmshaven. Das Flaggschiff des Vereins ist die 1921 gebaute Gaffelketsch Klaus Störtebeker III. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, junge Leute an das Hochseesegeln heranzuführen. Da mehrere Kollegen aktiv auf dem Flaggschiff der Segelkameradschaft unterwegs sind, lag der Gedanke nahe, an der neben der Hauptregatta stattfindenden Schüler- und Studentenregatta „Boarding Next Generation“ teilzunehmen. Begleitet wurden die Schüler auf ihrem Segeltörn von Manuela Geditzki, Arno Grothe, Dirk Hanisch und Max Lindenberg.
Die Schüler – alle ohne Segelerfahrung – mussten tatkräftig mit anpacken, die Klaus Störtebeker III auf dem 16 Seemeilen (ca. 32 km) langen Törn von Wilhelmshaven, am Jade-Weser-Port vorbei, um die Tonne 44 herum und wieder zurück zu segeln. Am Ende kam ein 5. Platz von 13 gestarteten Traditionsseglern heraus. Aber im Vordergrund stand ohnehin das gemeinsame Arbeiten – gewissermaßen als arbeitsteilige Gruppenarbeit – an Bord und das Erleben eines wunderschönen Segeltages auf der Jade bei sonnigem Wetter mit 4 bis 6 Windstärken. Maximilian Fischer, Schüler der Klasse IM 3, brachte es auf den Punkt: „Teamwork, gute Stimmung und eine tolle Erfahrung.“ Schulleiter Ernst Jünke, der die Mannschaft besuchte, sieht „eine schöne Tradition geboren, in der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte einmal ganz anders zusammenarbeiten müssen“. Nächstes Jahr wird die BBS Wechloy die Cup-Regatta auf jeden Fall wieder mitsegeln.
