Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) war seine große Leidenschaft. Viele Jahre lang war Rudolf Lange (84, Bild) aus Edewechterdamm der Vorsitzende der AWO in seinem Ort. Seit zwei Jahren kann er diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben.

„Ich habe mich für die Leute hier aus Edewechterdamm, aber auch aus Heinfelde, Ahrensdorf, Süddorf und Bösel eingesetzt. Und auch jetzt, zwei Jahre nach meinem Rücktritt, kommen die Leute immer noch zu mir und bitten um Rat“, berichtet der 84-Jährige, der bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1990 als Schlosser bei Vehnemoor tätig war. In seinem Leben hat Rudolf Lange schon viel erlebt, und ein besonderes Datum steht bei ihm jedes Jahr im Dezember an.

Am 19. Dezember des Jahres 1949 kam Lange aus der Kriegsgefangenschaft in Russland wieder nach Edewechterdamm. „Wir mussten in Odessa im Bergwerk richtig hart arbeiten“, berichtet Lange aus dieser schweren Zeit. Bei seiner Rückkehr hatte Lange dann gleich doppeltes Glück, denn kurz nach der Ankunft in der Heimat lernte er seine jetzige Ehefrau Ella kennen.

„1951 haben wir geheiratet. Das wurde damals in der Wohnung des Pastors Meyer in Friesoythe gemacht, da die evangelische Kirche noch vom Krieg zerstört war“, erzählt Rudolf Lange. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Ein großes Hobby Langes war der Fußball Mit dem SV Edewechterdamm hat er damals als Spieler und Trainer große Erfolge feiern können.MMO

Rudolf Lange

Rentner