Friesland - Elf Friesensportler von friesischen Vereinen haben sich am Wochenende für die zweite Runde des Seiteneinsteiger-Werfens qualifiziert. Bei brütender Hitze wahrten die Boßler und Boßlerinnen in Westerstede damit die Chance auf eine Teilnahme an der Championstour 2015/2016. Für zwei Drittel der Seiteneinsteiger ist dagegen der Traum vom Start bei der Friesensport-Europameisterschaft 2016 in den Niederlanden schon geplatzt.

Die Konkurrenz der weiblichen Jugend hatte am Sonnabend furios begonnen. Die 15 Startplätze für die zweite Runde waren heiß begehrt. „Die jungen Friesensportlerinnen hatten sich sehr gut vorbereitet und zeigten hervorragende Leistungen“, freute sich FKV-Boßelfachwart Reiner Berends.

Alle Teilnehmerinnen warfen über 900 Meter, fünf Werferinnen knackten sogar die 1000-Meter-Marke. Mareile Folkens aus Waddens hielt mit 1075 m lange die Spitze, doch die für Dietrichsfeld startende Dana Hayen erwischte einen perfekten Wettkampf (1148 m) und gewann. Lea Sophie Oetjen (Zetel/Osterende/1036 m) wurde Vierte.

In der zweiten Runde am kommenden Sonnabend werden die Karten neu gemischt. „Alle 15 Mädchen haben gute Chancen, einen der fünf freien Startplätze in der Jugendchampionstour zu ergattern“, sagte Berends. Wiebke Lenz (Sandelermöns/838 m), Anouschka Mönck (742) und Fenja Wilhelms (beide KBV Grabstede/726) schieden aus.

Die Frauenkonkurrenz musste sich anschließend strecken, um die Bestmarken der weiblichen Jugend zu knacken. Sechs Werferinnen warfen weiter als 1000 Meter. An die Spitze setzte sich Kim Koskowskie aus Norden (1095 m). Sandra Fass (Grünenkamp/1053 m) wurde Vierte.

Für die zweite Runde am Sonnabend haben sich 24 Werferinnen qualifiziert – darunter auch Anja Küpker (Grünenkamp/19./913 m) und Alexandra Oertel (Schweinebrück/24./903 m). Dagegen schieden Thea Eckhard (880 m), Carina Tönjes (beide Zetel-Osterende/753 m) und Christina Fleckenstein (Grünenkamp/708 m) aus.

Am Sonntag kämpften dann 150 Werfer in der Männerkonkurrenz um die 50 Plätze in der zweiten Runde. Sieben Akteure überquerten die 1400-Meter-Marke. Andreas Fitze aus Wiesede setzte mit 1479 m die Bestmarke. Indes war das Feld sehr ausgeglichen. Aus Friesland qualifizierten sich sechs Werfer.

Sören Bruhn (Schweinebrück) wurde mit 1375 m Elfter, gefolgt von Cornelius Folkertsma (Sandelermöns (14./ 1354 m), Mathias Harms (Neustadtgödens/15./1353 m), Simon Quathamer (Bredehorn/16./1338 m), Daniel Hattermann (19./1298 m) und Nils Stulke (beide Grabstede/44./1232 m).

Dagegen schieden folgende friesische Straßenboßler aus: Mathias Suhren (Altjührden/1200 m), Stefan Dupiczak (Bredehorn/1181 m), Jan Hinrichs (Grabstede/1160 m), Oliver Koch (Ruttel/1155 m), Ole Renken (Grabstede/1130 m), Daniel Wilhelms (Bredehorn/1110 m), Marko Wardenburg (Astede/1102 m), Holger Cordes (Förrien-Minsen/1100 m), Kai Kurtzner (Schortens/1048 m), Jannes Bohlken (Sandelermöns/1044 m), Helge Hinrichs (1042 m), Mario Flemmig (beide Schortens/995 m) und Kevin Dupiczak (Bredehorn/705 m).

Zum Abschluss des Mammutprogramms musste die männliche Jugend im Regen auf die Wurfstrecke. „Doch dieser sollte die Leistungen keinesfalls schmälern“, sagte Berends. In der männlichen Jugend werden ebenfalls fünf Startplätze vergeben. Die Bestmarke setzte der für Zetel-Osterende startende Sven Gärtner mit 1365 Metern. Auch Leon Mönck (Grabstede/1167 m) kam eine Runde weiter. Laut Berends wird es in den noch verbleibenden zwei Seiteneinsteiger-Wettkämpfen wohl noch kräftige Verschiebungen in der Werferriege geben.