Herr Bielefeldt, ich ruf’ Sie ja gerade auf dem Handy an. Hand aufs Herz, ist das ein Smartphone?

BielefeldtJa. Ich hab’ eins, aber erst seit kurzem. Mehr als Telefonieren und Kalender pflegen mache ich aber nicht.

Sie sind also kein Technikmuffel?

BielefeldtGanz und gar nicht. Allerdings zeige ich auch, dass so mancher Mensch, selbst ein Polizeiobermeister, nicht immer alles im Griff hat. Manche Entwicklungen, weg von der analogen Welt, hin zur digitalen, mag er auch gar nicht. Da ist er dann auch anarchisch.

Wie sieht’s bei Ihnen persönlich aus?

BielefeldtViele meiner Zuschauer merken das gar nicht so, aber ich setze eine Menge moderner Bühnentechnik ein. Zu Hause schneide und speichere ich Geräusche und Videosequenzen, die ich dann später live vom Computer abrufen kann. Das sieht dann aus wie bei Videogesprächen in den Heute-Nachrichten. Die ganze Steuerungstechnik steckt in einer Holzschatulle drin, die unterm Tresen auf der Bühne steht.

Haben Sie keine Angst, dass irgendwann mal die Technik streikt und selbst das beste Improvisieren nichts mehr nützt?

BielefeldtDas wäre wirklich fatal. Viele der neuen Nummern drehen sich um moderne Ermittlungsmethoden, ich moderiere quasi live aus einem High-Tech-Polizeistudio. Große Sorgen mache ich mir aber nicht. Bislang ist alles glatt gelaufen, und ich habe natürlich alle wichtigen technischen Geräte in zweifacher Ausführung dabei.

Sie stehen immer auf eher kleinen Bühnen?

BielefeldtNicht nur. Ich freue mich schon auf „Herr Holm – Vorsicht Baustelle“, da mache ich mit zwei Schauspielern auf der Internationalen Gartenschau Hamburg im April fast wortlosen Slapstick.

Zurück zu Herrn Holm. Ist nach 22 Jahren Bühnenpräsenz nicht mal eine Beförderung drin?

BielefeldtWer weiß, vielleicht mache ihn zum Karriereende noch zum Kommissar. Aber das dauert noch.