Sengwarden - Lara Wolf von Eintracht Sengwarden ist als Deutschlands Nachwuchs-Schiedsrichterin des Jahres ausgezeichnet worden. Die 22-jährige erhielt gestern den Preis in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main überreicht.
Initiiert wurde das Event von der Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung. Die Idee zu diesem Preis basiert auf der Fritz-Walter-Medaille für den besten Nachwuchsfußballer Deutschlands, der bereits seit 17 Jahren vergeben wird. „So ist die Idee entstanden, ein vergleichbaren Preis auch für die besten jungen Schiedsrichter auf die Beine zu stellen“, erklärte Initiator Markus Merk. Besonders Engagement, aber auch besondere sportliche Leistungen sollen durch den Preis gewürdigt werden.
Pure Freude bei Lara Wolf
Bei der vom DFB Mediendirektor Steffen Simon moderierten Veranstaltung im DFB-Campus erhielt Lara Wolf den Preis als beste Nachwuchsschiedsrichterin des Jahres. „Sie brennt für die Sache und darf zu Recht stolz darauf sein, im Sommer in die 2. Frauen-Bundesliga aufgestiegen zu sein“, sagte Laudatorin Moiken Wolk, die beim DFB als Abteilungsleiterin tätig ist. Die 22-jährige Wolf, die auch in der Landesliga der Männer pfeift und in der Frauen-Bundesliga als Schiedsrichterassistentin fungiert, freute sich über diese Auszeichnung. „Das kann ich gar nicht in Worte fassen. Nach meiner bestandenen Leistungsprüfung beim DFB wurde ich darüber informiert, dass ich für die Auszeichnung nominiert werde“ erklärte sie. „Ich hatte bis gestern auch keine Vorstellung, in was für einen Rahmen diese Ehrung stattfinden wird und schließlich war das gestern einfach nur überwältigend“, so Wolf weiter. „Diese Auszeichnung schätzt auf der einen Seite die Leistungen und den Aufwand. Auf der anderen Seite bringt das einfach nur pure Freude und neue Motivation hervor“, freute sich die Studentin. „Nachdem ich bereits das Niedersachenpokalfinale der Frauen zum Abschluss der letzten Saison leiten durfte, zur Saison 22/23 nun auch Spiele in der Herren-Landesliga und 2. Frauen-Bundesliga pfeifen darf, war diese Ehrung nochmals ein guter Abschluss des Jahres und ein besonderer Event für mich.“ Die Schiedsrichterin, die bereits im Januar 2018 im Rahmen einer Online-Abstimmung von der Nordwest-Zeitung als Schiedsrichterin des Jahres 2017 geehrt wurde, bedankte sich zum Abschluss. „Ein Dank geht natürlich an alle die, die mich bis hier hin begleitet haben und mich weiterhin begleiten.“
Zum Abschluss des Tages zog Markus Merk ein positives Gesamtfazit der Veranstaltung. „Wir haben wunderbare, erfolgreiche junge Menschen kennen lernen dürfen, die ein Vorbild sind - als Schiedsrichter, aber auch für unsere Gesellschaft. Unser Wunsch ist es, dass es viele weitere Jungs und Mädels gibt, die diesen Bereich Beispielen folgen und ebenfalls das tolle Amt des Schiedsrichters übernehmen.“
