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SERIE Fußball formt den Charakter der Spieler

Die Fußball-Ag an der Grundschule Jägerstraße

Ursel Köhler und Jürgen Fahron

leiten das Nachmittagsangebot der Grundschule Jägerstraße bereit seit zwölf Jahren.

Immer dienstags

spielen zwei Gruppen. Teilnehmer aus der ersten und zweiten Klasse kicken ab 15.45 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Jägerstraße. Die Dritt- und Viertklässler treffen sich ab 17.15 Uhr in der Halle am Huder Bach.

Obwohl die

Arbeitsgemeinschaft überwiegend von Jungs gewählt wird, sind in jedem Halbjahr auch ein bis zwei Mädchen dabei.

An Ende der AG-Stunde

bekommen alle einen Lutscher.

Jeden Dienstag wird begeistert gekickt. Ursel Köhler und Jürgen Fahron leiten das Angebot seit zwölf Jahren.

Von Romy Lauschke

Hude Ein tolles Team sind Ursel Köhler und Jürgen Fahron: Seit zwölf Jahren leiten die pensionierte Lehrerin und der Vorsitzende des TuS Vielstedt die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Fußball“ an der Grundschule Jägerstraße.

Jeden Dienstag betreuen sie zwei Gruppen von bis zu 22 Nachwuchskickern in der Sporthalle der Schule und in der Halle am Huder Bach. Angefangen haben die beiden mit nur einer Gruppe. „Die Nachfrage war schon immer groß für die AG. Mittlerweile werden wir den Anmeldungen auch gerecht“, sagt die 65-Jährige, die nun ehrenamtlich für die Schule tätig ist.

Zu Fuß und mit einem Bollerwagen, in dem Bälle und Trikots transportiert wurden, machten sich die beiden Betreuer und die Kinder zu Beginn der AG auf den Weg zur Halle am Huder Bach. Heute gebe es kein Transportproblem mehr. Ans Aufhören denken beide noch lange nicht, da sind sie sich einig. Dafür mache die Sache einfach viel zu viel Freude.

Den Mädchen und Jungen der AG macht es sichtlich Spaß, sich in den Hallen auszutoben. „Im Vordergrund steht der Spaß“, sagt Fahron. „Trainiert wird im Verein.“ Natürlich nutze er die AG auch, um junge Talente für den TuS Vielstedt zu akquirieren. Das sei auch schon häufig gelungen. Fußballer, die vor Jahren an der AG teilgenommen haben und nun im Verein erfolgreich spielen, hätten schon ihr Interesse bekundet, Fahron und Köhler ehrenamtlich zu unterstützen.

Während der Vereinsvorsitzende für die fachliche Kompetenz steht, stellt die 65-Jährige die pädagogische Seite der AG sicher. In den vergangenen zwölf Jahren ist der ehemaligen Lehrerin aufgefallen, welchen positiven Effekt die Fußball-AG auf die Teilnehmer hat. Neben der sportlichen Betätigung habe das Angebot auch einen großen Einfluss auf die Charakterbildung der Spieler. „Sie lernen gegenseitige Rücksichtnahme und die Bedeutung von Fairness“, weiß Köhler aus Erfahrung. Auch habe sie beobachtet, dass Kinder, die am Vormittag in der Schule Ablehnung erfahren, aber im Sport erfolgreich sind, besser in die Klasse integriert werden.

Und falls mal jemand einen Ball auf die Nase bekommt, dann muss sie auch schon mal als Trösterin fungieren. Und das macht sie auch gern. „Die haben schon einen ganz schön harten Schuss. Den möchte ich auch nicht abbekommen“, lobt sie das Talent der Kinder. Bei den Dritt- bis Viertklässlern gebe es manchmal Spielszenen, die viel interessanter seien als in der Bundesliga.

Auch Mädchen nehmen jedes Halbjahr an der AG teil, natürlich sind die Jungs immer in der Überzahl. „Mein Papa spielt Fußball, das möchte ich auch können“, begründet die siebenjährige Michelle ihre Teilnahme an der AG. Jonas (6) macht Fußball einfach Spaß. Der gleichaltrige Max spielt schon seit seinem 4. Lebensjahr Fußball und freut sich jede Woche erneut auf die AG.

Das Engagement der Mädchen und Jungen loben beide Betreuer gleichermaßen. Schwierigkeiten habe es in der gesamten Geschichte der AG nicht gegeben, sagt Köhler. Die Kinder wüssten, wenn sie sich nicht benehmen, wird kein Fußball gespielt. Und dafür seien sie ja hier.

Dass es den Nachwuchsfußballern so viel Spaß macht, liegt sicher auch an dem gut funktionierenden Betreuer-Team. „Er redet nicht viel. Er lässt die Kinder einfach machen“, lobt die ehemalige Lehrerin Fahron. „Deswegen verstehen wir uns auch so gut“, ergänzt sie. Fahron schätzt vor allem die organisatorische Arbeit, die die 65-Jährige jedes Halbjahr leistet. Sie kümmert sich um die Anmeldungen, die Planung der AG, schreibt Listen und hilft auch mal beim Schuhezubinden. „In den vergangenen Jahren gab es nicht einen Teilnehmer, der kein Tor gemacht hat. Entweder waren sie erfolgreich im Spiel oder beim Elfmeterschießen“, weiß Köhler. Unabhängig von der Erfolgsquote werden die Kicker nach jeder AG mit einem Lutscher verabschiedet.

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