Wüsting - Erhobenen Hauptes sind die Regionalliga-Fußballerinnen der SF Wüsting-Altmoorhausen am Sonntag vom Platz gegangen. Zwar gab es gegen Tabellenführer VfL Wolfsburg II eine 1:4 (0:1)-Niederlage. Doch die um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeberinnen hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten so gut es ging dagegen. „Diese Leistung sollte uns Selbstvertrauen geben“, sagte Trainer Ralf Eilenberger.

Von Beginn an sah er seine Elf in die Defensive gedrückt. Das 0:1 (8. Minute) durch eine Einzelleistung von Melissa Thiem war die Folge aus der Feldüberlegenheit der Gäste. Zwar gab Wolfsburg in Hälfte eins den Ton an. Doch hochkarätige Chancen erspielten sich die Gäste nicht – und wenn es brenzlig wurde, war Berrit Kienelt im SF-Tor zur Stelle. Entlastungsangriffe der Eilenberger-Elf gab es allerdings auch nicht, und so blieb es zur Halbzeit beim 0:1.

Auch nach der Pause bestimmte der Spitzenreiter das Geschehen. Doch in der 61. Minute folgte der Schock: Lisa Oberbeck erlief einen Ball auf der linken Seite, zog aus mehr als 20 Metern ab, und der Wolfsburger Torhüterin, die etwas zu weit vor ihrem Gehäuse stand, rutschte der Ball durch die Hände – es war erst das dritte Gegentor für die VfL-Reserve in dieser Saison.

Bis zur 72. Minute hielt SF das Remis, dann jagte Lyn Meyer den Ball nach einem Freistoß ins rechte Eck. Auch beim 1:3 durch Andrea Wilkens (79.), ein Drehschuss von der Strafraumgrenze, und beim 1:4 (Sarah Fischer, 89.) per Foulelfmeter war Kienelt machtlos. „Wolfsburg hat sich in dieser Saison selten so über ein Tor wie das zum 2:1 gefreut. Das ist auch ein Stück weit Anerkennung für die Leistung meiner Spielerinnen“, meinte Eilenberger.