Selbst der Gartengrill hat die Form und Bemalung eines Fußballs: Vieles, wenn nicht gar alles, dreht sich im Hause Korthe um den Fußballsport. Bereits mit sechs Jahren fing Uwe Korthe mit dem Spiel beim TSV Ganderkesee an. „Ich begann als Feldspieler, wollte aber damals schon immer ins Tor“, erinnert er sich.

Sein Ziel hat er erreicht – inzwischen ist er mit knapp 41 Jahren der wohl dienstälteste Torwart der Leistungsklasse. Ans Aufhören denkt er nicht. Und noch immer spielt er für die SG Bookhorn, den Verein, der für ihn in vielen Jahren zur zweiten Familie geworden ist und für den er alles tut. „Vor langer Zeit habe ich mal ganz kurz in Dötlingen gespielt. Aber das war mir zu weit weg. Das Heimweh war einfach zu groß“, gesteht das fußballerische „Urgestein“. Denn Korthe fühlt sich durch und durch als echter Ganderkeseer („Bin sogar eine Hausgeburt“), den es niemals in die Ferne ziehen würde. Auch beruflich ist der Dachdeckergehilfe immer in der Umgebung tätig gewesen. Da ist es passend, dass seine „zweite Heimat“, das Spielfeld der Grün-Weißen, nur gut einen Kilometer vom Haus entfernt liegt. Sowieso als Erster und Letzter auf dem Platz, schlüpft Korthe pflichtbewusst vertretungsweise auch mal in die Rolle des Platzwartes und kreidet bei Gelegenheit das Spielfeld oder hängt Netze auf.

In der Partnerschaft sorgt der permanente Einsatz für den Verein keineswegs für Verdruss: „Meine Frau Susanna unterstützt mich und kommt selbst zu allen Spielen mit.“ Auch für seinen Neffen Jannik ist Uwe Korthe Vorbild: „Der Kleine spielt als Torwart in der E-Jugend des TSV Ganderkesee und ich bin sein persönlicher Torwarttrainer“, erzählt er stolz. konk

Uwe Korthe

Dachdeckergehilfe