Friesland - Als souveräner Meister der Bezirksliga Nord sind am Samstag die Fußballerinnen der SG Neuenburg/Dangastermoor geehrt worden. Das ursprünglich geplante letzte Saisonspiel war zuvor allerdings ins Wasser gefallen. Weil die SG Aurich/Westerende II wegen Personalmangels auf der Urwaldkampfbahn gar nicht erst angetreten war, wurde die Partie mit drei Punkten und 5:0 Toren für die Gastgeberinnen gewertet, die bereits seit zwei Wochen als Meister und Landesliga-Aufsteiger feststehen.

„Unsere Mannschaft hat Großes erreicht“, bilanzierte Henning Röbke, der die SG gemeinsam mit Pit Hilbers trainiert: „Ich wusste vor der Saison, dass wir eine Chance haben würden, oben mitzuspielen – dass es aber so gut läuft, hätte ich nicht erwartet.“

Der große Schlüssel zum Erfolg war die enorme Defensivstärke der Mannschaft, die nur zwölf Gegentreffer in 22 Spielen zuließ und damit keinen schönen, aber dafür erfolgreichen Fußball zeigte. Einen weiteren wichtigen Faktor nannte Pit Hilbers: „Die Breite im Team und Hilfe aus der Zweiten hat uns zum Titel geführt. So konnten wir das Fehlen von Stammkräften in der gesamten Saison immer wieder adäquat auffangen.“

Wie gut das Miteinander in der Frauen- und Mädchenfußballabteilung bei der SG funktioniert, zeigte sich auch am Wochenende. Als die kurzfristige Absage der Auricherinnen am Freitagabend bekannt geworden war, wurde kurzfristig ein Freundschaftsspiel mit zwei gemischten Teams aus Spielerinnen der Ersten, Zweiten und B-Mädchen organisiert. Unter stehenden Ovationen liefen die beiden Teams am Samstag durch eine von Jugendmannschaften des TV Neuenburg gebildete Gasse ein. Viele Zuschauer verfolgten die Partie, nach der im Anschluss die Meisterschaft gefeiert wurde.

Derweil sind die Planungen für die neue Saison in der Landesliga in vollem Gange. Röbke: „Es sind noch ein paar Fragezeichen zu klären, aber wir wollen den Aufstieg wahrnehmen und eine gute Mannschaft zusammenstellen.“

TuS Obenstrohe - SG TuS Leerhafe-Hovel/Strudden 2:2 (2:1). Durch das Remis beendete das in dieser Saison von vielen Verletzungen und Ausfällen gebeutelte TuS-Team die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz. Durch einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter waren die Gäste aus Ostfriesland in Front gegangen (16.). Mit einem formschön in den Winkel geschlenzten Freistoß aus 20 Metern glich Heike Echsler postwendend zum 1:1 aus (17.). Nur zwei Minuten später markierte Femke Siebrecht das 2:1 (19.).

Weil die Obenstroherinnen diesmal aber nicht ihre spielerische Linie fanden und sich zu viele Fehlpässe leisteten, kassierten sie nach Wiederbeginn noch den Ausgleich (75.). „Dennoch haben die Mädels eine ganz tolle Saison gespielt“, lobte TuS-Coach Dierk Nattke: „Die Truppe hat sich noch einmal weiterentwickelt. Unheimlich stolz bin ich zudem auf die Tatsache, dass wir zum zehnten Mal in Folge Fairnesssieger geworden sind – das dürfte in Deutschland einmalig sein.“

FSV Jever - VfL Wilhelmshaven 1:2 (1:1). Trotz des schon lange feststehenden direkten Wiederabstiegs verkaufte sich die Elf von Trainer Andreas Funk erneut teuer. Den frühen Führungstreffer durch Ida Traenapp (12.) glichen die Gäste noch vor der Pause aus (26.). Den Siegtreffer der Wilhelmshavenerinnen markierte Jaqueline Otto in der 52. Minute.