Obenstrohe/Jever - Während die Männer der SG Obenstrohe/Dangastermoor trotz großer Personalsorgen ihre Erfolgsserie in der Handball-Landesliga auf neun Siege ausbauen konnten, zogen die SG-Frauen ebenso auswärts den Kürzeren wie die Männer der HG Jever/Schortens.

Männer: Tura Marienhafe - HG Jever/Schortens 33:21 (15:13). Angetreten nur mit neun Feldspielern sowie ohne die HG-Trainer Jörg König (erkrankt) und Enno Bruhnken (beruflich verhindert) auf der Bank, waren die Jeverländer in Ostfriesland am Sonntag nach der 2:1-Führung (4. Minute) immer einem Rückstand hinterhergerannt. Zwar kämpfte sich das von Spieler Jan Bergmann gecoachte Team nach dem 8:13-Rückstand (26.) noch einmal auf zwei Treffer heran. Doch über 14:16 (33.), 14:19 (37.), 17:20 (41.) und 17:23 (45.) nahm die sechste Niederlage in Folge für den Vorletzten Konturen an.

„Wir haben es in der ersten Hälfte eigentlich ganz gut gemacht“, bilanzierte Bergmann: „Wenn wir uns ein bisschen cleverer angestellt hätten, wäre zur Pause sogar eine Führung drin gewesen.“ Die Außen seien teilweise gut freigespielt worden. Auch Ben Laurinat habe seine Sache am Kreis gut gemacht.

„Das leidige Thema bleibt aber unsere Chancenverwertung“, bedauerte Bergmann. „Wir verwerfen einfach zu viele Bälle. Denn hätten wir vorne besser getroffen, hätten wir hinten auch keine 33 Dinger kassiert“, ergänzte er mit Blick auf diverse Gegentore durch Marienhafes zweite Welle.

TS Hoykenkamp - SG Obenstrohe/Dangastermoor 36:39 (19:18). Nach der 1:0-Führung (1.) waren die Gäste über 2:5 (7.), 6:10 (13.) und 11:13 (17.) bei den heimstarken Hoykenkampern zunächst klar mit 11:17 ins Hintertreffen geraten (21.). Doch dann drehten die Obenstroher richtig auf und verkürzten bis zum Pausenpfiff auf einen Treffer.

Nach Wiederbeginn wogte das torreiche Verfolgerduell hin und her. Mal führte das SG-Team (20:19/35.), meist aber knapp die Gastgeber. Ein Dreierpack von Sven Riederer brachte dann erstmals wieder Obenstrohe in Front – 31:30 (51.). Und nach dem 35:32 von Lucas Rüdebusch (54.) ließen sich die Friesen den Vorsprung nicht mehr nehmen.

„Mit unserem Run-and-Gun-Handball sind die Hoykenkamper am Ende nicht mehr klar gekommen“, freute sich SG-Coach Marco Hoffmann. Seine Mannschaft habe trotz der vielen Ausfälle ein „brutales Tempo“ gespielt. Als weiteren Schlüssel zum Sieg nannte der die offensive 4:2-Abwehr, mit der die Gäste gleich zwei TSH-Angreifer aus dem Spiel nahmen.

Hoykenkamp reagierte darauf bei Ballbesitz mit dem siebten Feldspieler – was SG-Torhüter Darius Onken wiederum mit zwei erfolgreichen Würfen aus dem eigenen Torkreis ins gegnerische Gehäuse bestrafte. Als Haupttorschützen glänzten Riederer und Rüdebusch. „Aber durch die Bank alle haben ganz viel Leidenschaft auf die Platte gebracht“, lobte Hoffmann: „Auch die ganz jungen Spieler haben einen super Job gemacht.“

Frauen: HSG Bützfleth/Drochtersen - SG Obenstrohe/Dangastermoor 39:18 (17:12). Angetreten nur mit einer Rumpftruppe, gab es für die Obenstroherinnen beim Tabellendritten am Samstagabend nichts zu holen. Zwar konnten die nur mit sieben Feldspielerinnen angetretenen Gäste die Partie vor der Pause bis zum 12:10 (23.) komplett offen gestalten, mussten danach aber immer mehr abreißen lassen. Beim 25:15 (41.) lag das Team des Trainerduos Sascha Timpe/Hanjörg Helms erstmals zweistellig zurück. Zum Aufbäumen fehlten Kraft und personelle Alternativen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)