Obenstrohe - Aus der geplanten Revanche der Landesliga-Handballer der SG Obenstrohe/Dangastermoor bei der HSG Delmenhorst II ist am Samstag nichts geworden. Nach dem Hinspiel (22:23) ging nun auch das torreichere Rückspiel verloren – mit 29:35. Doch viel schwerer als die erneute Niederlage wogen zwei schwere Verletzungen.
„Aus unterschiedlichsten Gründen war es ein fürchterliches Spiel“, bilanzierte SG-Trainer Marco Hoffmann. Im Vergleich zum Nachholspiel am Mittwochabend gegen Spitzenreiter HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (24:28) sei es in Delmenhorst eine „unterirdische Leistung“ gewesen: „Es war eine verdiente Niederlage, weil wir es wie im Hinspiel wieder nicht schaffen, beste Torchancen zu nutzen.“ Allerdings habe der Delmenhorster Keeper auch einen Sahnetag erwischt.
„Aber auch unsere Abwehr war im Vergleich zu den letzten Wochen nicht immer auf der Höhe und insbesondere in der Seitwärtsbewegung sehr schläfrig“, analysierte Hoffmann. Viel schlimmer seien jedoch die Verletzungen von Lucas Rüdebusch (Ellenbogen) und Helge Busemann (Finger gebrochen): „Sie werden leider beide längerfristig ausfallen und uns definitiv fehlen“, bedauerte Hoffmann. Zumal auch der angeschlagene Erik Brandt noch weiter ausfallen werde – auch wenn er in Delmenhorst schon wieder als Siebenmeterschütze aktiv war.
Da am Samstag auch noch Ole Splitthoff sehr früh eine laut Hoffmann „sehr überzogene Rote Karte“ gesehen hatte, fehlte eine weitere Alternative im Rückraum. „Somit mussten wir da improvisieren“, erklärte Hoffmann: „Aber Chancen hatten wir genügend, um das Spiel doch noch gewinnen zu können. Eine gute Leistung muss man definitiv unseren Torhütern bescheinigen. Sie waren aber die einzigen beiden von uns mit Normalform.“
