Berne - „Mit so einem Hahn bekommt man wenigstens keine Probleme mit den Nachbarn“, nimmt es Moritz Blankemeyer humorvoll, dass „Max“ keinen Piep von sich gibt – ausgerechnet, wenn es darauf ankommt. Morgens im heimischen Hühnerstall stand für Moritz Blankemeyer noch fest, dass „Max“ der stimmgewaltigste Gockel beim Hähnewettkrähen der Jungzüchter aus den Geflügelzuchtvereinen aus dem Weser-Ems-Gebiet auf dem Hof Brumund, Camper Straße 6, in Berne sein wird.

Eine halbe Stunde lang haben „Max“ und elf weitere Artgenossen am Sonnabend die Gelegenheit, vor einer Jury zu zeigen, was in ihnen steckt.

Bei der Planung hatte man den am Tag darauf stattfindenden, traditionellen Geflügelmarkt im Blick, bedauert Thorsten Bruns, der neue stellvertretende Vorsitzende der Stedinger Geflügelzüchter, die Terminüberschneidung mit den zeitgleich stattfindenden Einschulungen. Trotzdem: Den zwölf Teilnehmern, die neben den Stedinger Gastgebern aus Edewecht, Varel, Bad Zwischenahn und Brake angereist sind, machte der Wettbewerb auf jeden Fall viel Spaß.

„Max“ ist nicht der einzige Hahn, der in so großer Runde ungewöhnlich still bleibt. Auch „Silvio“ von Magnus Barnek zieht es vor zu schweigen. Trotzdem sei er sein Glücksbringer, betont der Edewechter Jungzüchter. Der Welsumer Hahn, den Moritz Bruder Jannik Blankemeyer ausgewählt hat, ist dagegen einer der ersten, der beim Wettbewerb loskräht. Am Ende reichte es für Gockel Peter und Jannik nach 23 Krähern aber doch nur für einen guten Platz im Mittelfeld.

Einen sehr guten Tag hat „Felix“: 74 Mal kräht er in einer halben Stunde, damit ist dem Tier von Felix Hartmann der erste Platz sicher. Einen Pokal für 57 Kikerikis bekommt auch Lina Jahnkes „Piepke“, vor „Rüdiger“ von Lea-Sophie Meyer.