Schwei - Toben und schreien ohne Limit und das für zwei Stunden. Wo kann man das als Kind ungestört? In der Schweier Turnhalle, genauer gesagt bei der Aktion „Warten auf den Weihnachtsmann“, die dort am Vormittag des Heiligen Abends stattfand. Jedes Jahr können hier die Kinder einen Teil ihrer Zeit bis zur Bescherung am Abend mit Spiel und Spaß verkürzen, während die Eltern die Gelegenheit haben, letzte Weihnachtseinkäufe zu erledigen oder die Geschenke einzupacken.
Die jungen Betreuerinnen und Übungsleiterinnen des TuS Schwei organisieren diesen beliebten Spaß seit einigen Jahren. Und das Angebot wird sehr gut angenommen: Auch diesmal kamen wieder rund 30 Kinder, die sich an Spiel-, Mal- und Kletterstationen vergnügten.
Dieses Mal beschäftigten sich Celina Dierks, Janika Jansen, Saskia Jansen und Darja Dierks mit den Jungen und Mädchen, besorgten Stifte, Papier, Kekse, Spiele und Bälle und beaufsichtigten die Kinder. Die große Turnhalle war zweigeteilt. In einer Hälfte spielten vor allem die Jungen Fußball.
Bei einem nicht ganz ernst gemeinten Malwettbewerb entstanden außerdem vorwiegend weihnachtliche Motive und Tannenbäume, Engel und Weihnachtsmänner wurden mit Buntstiften von den jungen Künstlern zu Papier gebracht. Bei einer neuen Aktion konnten die Teilnehmer kleine Weihnachtshäuschen aus Keksen basteln, die mit Puderzuckerkleister verbunden wurden. Als Dekoration gab es Gummibärchen oder Smarties, die aufs Dach geklebt oder vor den Eingang gestellt wurden.
Einer der ersten beim Häuschenbau war der zehnjährige Phil, der schnell die drei Kekse zusammen montierte und zwei rote Gummibärchen vor die Tür platzierte. Dann verkündete er keck: „Das ist ein Gefängnis für Smarties. Ich stopfe gleich das ganze Häuschen damit voll.“ Das dürfte auch seiner kleinen Schwester Mila gefallen haben, die ihr Häuschen nicht verschenken, sondern lieber selber essen wollte. Immerhin zeigte sich Phil von seiner charmanten Seite. „Ich kenne das Geheimnis vom Weihnachtsmann seit letztem Jahr“, flüsterte er seinem Nachbarn zu und machte dabei ein sehr vielsagendes Gesicht. Verraten hat er es der kleinen Mila jedenfalls nicht, sie wäre sonst sicherlich sehr verwirrt und traurig gewesen.
