Ganderkesee - Diese Siegerehrung war sicherlich auch für eine erfolgsverwöhnte Reiterin wie Sandra Auffarth etwas ganz Besonderes: Bei der Vielseitigkeits-EM im schottischen Blair Castle überreichte Queen Elizabeth II. die Medaillen und gratulierte zu den hervorragenden Ergebnissen. „Das war schon toll“, berichtete Auffarth im September vergangenen Jahres. „Die Queen war ganz locker, wir haben einen kurzen Smalltalk gehabt.“
Für die mittlerweile 29-Jährige, die in Bergedorf wohnt und für den RV Ganderkesee reitet, waren die EM-Medaillen in Schottland gleich in zwei Farben dabei: Sie gewann Silber in der Einzelwertung und Gold für den Europameisterschaftstitel mit der deutschen Mannschaft. „Es ist unglaublich, wie geschlossen das Team ist. Da ist man stolz, dabei zu sein“, sagte die Reiterin nach dem für sie wichtigsten Turnier des Jahres 2015. Ein ganz besonderes Lob richtete sie aber an ihr Pferd, den 13-jährigen französischen Wallach Opgun Louvo, der von ihr nur liebevoll „Wolle“ genannt wird. „Er ist einfach das beste Pferd der Welt“, betonte Auffarth.
Aber nicht nur wegen der EM war das Jahr 2015 für die Vielseitigkeitsreiterin erfreulich. „Es war insgesamt eine sehr erfolgreiche Saison“, bilanzierte Auffarth. „Neben Wolle, der wieder einen fantastischen Job gemacht hat, sind wir auch besonders stolz auf unsere zwei selbstbezogenen Springpferde“, blickte die Reiterin zurück. Nupafeed’s La Vista siegte beispielsweise nach einem tollen Stechen in Verden und wurde Hannoveraner Springpferdechampionesse der Sechsjährigen Springpferde. Und Landlord konnte das Finale der siebenjährigen Springpferde, ein S** Springen, in Rastede gewinnen und wurde somit Oldenburger Champion. „So macht züchten Spaß“, resümierte die 29-Jährige zufrieden.
Jetzt richtet sich der Blick schon in die (nahe) Zukunft, denn 2016 wollen Auffarth und „Wolle“ zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. Auffarth: „Es könnte erneut ein sehr spannendes und aufregendes Jahr werden“.
